Archive for Oktober, 2010

Unser Tagesablauf…

Sonntag, Oktober 31st, 2010

Es ist gerade Acht Uhr Abends und wir sitzen herrlich vollgefressen an unserem heutigen Rastplatz (einem Truckstop bei Townsville). Es gab Wraps mit Chili con Carne, Sour Cream, Käseraspeln und Gurke. Mmh! Es ist schon dunkel, die Flutlichter erleuchten den Platz und die LKWs brummen gemütlich im Hintergrund. Ein paar Tierchen zirpen auch vor sich hin. Nun habe ich die Muße, euch mal von unserem durchschnittlichen Tagesablauf zu erzählen, damit ihr wisst, wie gut wir es hier haben…

Morgens gegen etwa Acht Uhr weckt uns meistens die Sonne. David steht dann auf, öffnet alle Türen von Cain und legt ein paar Handtücher vor die Scheiben, so dass ich noch ein Stündchen lang im Schatten dösen kann. Währenddessen sitzt er in seinem Campingstuhl (für sagenhafte 7 Dollar) und liest (im Moment “Die Landkarte der Zeit”). Wenn ich mich dann aus dem Bett schäle (es ist sooo gemütlich in unserem Auto!), frühstücken wir. Das haben wir zu Hause nie gemacht. Entweder sind wir undiszipliniert und gehen irgendwo essen, z.B. bei Mäcces, weil’s da Free WiFi gibt, oder im Truckstop-Restaurant wegen des Englischen Frühstücks. Oder wir sind brav und rühren unser Milchpulver an (das ist erstaunlich genießbar), um WeetBix mit Banane zu verspeisen. Die Bananen kaufen wir bei Gemüseständen, die hier überall am Straßenrand stehen.
Zwischen 10 und 12 machen wir uns meist auf den Weg: Entweder geht’s direkt zum örtlichen Strand: baden, dösen, lesen, Sonnenbrand-vermeiden; oder zur Post (wir warten seit Tagen auf unsere Steuernummer) oder wir schauen uns irgendeine Attraktion an (z.B. das Reef Aquarium in Townsville oder das Zuckerrohrindustriemuseum in den Atherton Tablelands oder einen schönen Wasserfall oder eine imposante Schlucht, oder, oder, oder…). Wenn wir von einer Region genug haben und nicht durch irgendwelche Reparaturen oder Steuernummern aufgehalten werden, dann fahren wir auch mal ein paar Stunden lang weiter nach Süden. Meistens geht’s den Highway 1 entlang, der Australien einmal umrundet. Hier in der Gegend ähnelt er allerdings mehr einer Landstraße und wir zuckeln immer mit etwa 80 km/h vor uns hin. Seit ein paar Tagen haben wir auch endlich CDs mit unserer Musik; eine Wohltat! Der “Rocktober” im Radio war uns irgendwie zu weichgespült…
Am späten Nachmittag suchen wir uns meistens einen Coles oder Woolworth, um uns dort nach Sonderangeboten (besonders im Fleischsektor) umzusehen und was Feines für’s Abendessen zu ergattern. Meistens läuft es auf zwei Packungen Fleisch (Rinderlappen und Frikadellen, für unter 10 Dollar) hinaus. Danach suchen wir uns einen Barbeque am Strand, schnappen uns unsere Abendessenstüte (mit Grillzange, Ketchup, Salz, Pfeffer, Besteck, Tellern, Küchenrolle, etc.) und genießen unser Essen bei einem fantastischen Ausblick. Manchmal sind wir auch diszipliniert und kochen uns Nudeln mit Gemüse, oder 2-Minute-Noodles (3 Packungen bringen uns zum bersten; 12 Packunge kosteten 3 Dollar). Es fällt aber schwer, bei den günstigen Fleischpreisen standhaft zu sein. ;)
Nach oder vor dem Abendessen suchen wir uns eine Bleibe für die Nacht – entweder im “Camps Australia Wide 5″, einem Reiseführer mit massig Infos zu günstigen und kostenlosen Campmöglichkeiten, oder wir halten einfach die Augen nach Schildern offen. Dort angekommen wird unser Auto vom Tagesmodus in den Schlafmodus ungebaut, was schätzungsweise zwei Minuten dauert. Wir haben auch eine Plane, die an einer beliebigen Seite angebracht werden kann, um etwas Privatsphäre oder Schatten zu garantieren. Abends wird gelesen (allerdings nicht lange, da die Sonne um 19 Uhr untergeht) oder Wein getrunken oder der nächste Tag geplant oder mit den Nachbarn geredet… Wir haben z.B. ein australisches Pärchen (James und Liane) kennengelernt, das in einem Bus lebt und nun die Ostküste rauf- und runterreist. Sie waren so nett und haben uns ein paar Abschleppseile für unseren Landcruiser geschenkt, unsere Mechanikerrechnung gecheckt (James ist auch Mechaniker) und uns ein paar Tipps zum Reisen gegeben. Dann wurde noch über die Leute in Campervans gelästert. ;) Gut, dass wir einen 4WD haben!
Im Bett spielen wir oft noch ne Runde Kniffel oder Black Stories, oder wir sehen ein bisschen Babylon5 auf dem Laptop, bis wir dann zwischen 20 und 24 Uhr einschlafen. In Zukunft wird zu den abendlichen Aktivitäten auch noch Sternegucken dazu kommen, denn ich habe mir vor ein paar Tagen ein Buch über den Sternenhimmel gekauft und versuche nun, mich dort oben ein bisschen zurechtzufinden. Orion habe ich natürlich schon entdeckt, ebenso wie das Sternbild daneben (Lepus) sowie Aldebaran im Taurus. Leider ist hier im Moment alles mit Flutlichtern erhellt, so dass ich nichts sehen kann. Aber dafür werde ich im Outback sicher entschädigt! :)

Wie ihr seht, ist unser Leben hier im Moment sehr relaxt (auch wenn wir trotz der Sparmaßnahmen eine Menge Geld raushauen). Sobald wir die Steuernummern haben, werden wir uns dann aber auf Arbeitssuche machen, um danach unsere Freiheit noch mehr zu schätzen zu wissen. Drückt uns die Daumen, dass die Früchte noch nicht alle gepflückt sind, wenn wir Montag (hoffentlich) endlich weiterreisen können!

Kleiner Foto-Post

Mittwoch, Oktober 27th, 2010

Der Pool im Tropic Days, unserem ersten Hostel

Auf dem Weg nach Port Douglas am Cook Highway: Blick in Richtung Cairns

Cow Bay

Eine Katze fuer Lara am Cape Tribulation :)

Selbst geschlachtete Kokosnuesse!

Millaa Millaa: Winzige Stadt mit tollen Wasserfaellen. Wir haben dort auch gebadet.

Atherton Tablelands. Sieht fast aus wie Schottland, oder?

Unser Cain von Innen. Gruen ist Davids Seite, blau ist Ninas. Unten von links nach rechts: Kueche, Badezimmer, Teile der Speisekammer, 1-Liter-Kanister Sonnencreme.

Ein Possum am Campingplatz! Dort gab’s auch ne Schlange auf dem Damenklo und mal wieder massig Fledermaeuse.

Ein Besuch im Reef Aquarium in Townsville zeigte uns seltenes Meeresgetier des GBR, unter anderem diese Seeschnecke!

Kurzes Update aus Townsville

Sonntag, Oktober 24th, 2010

Huhu! Wir sitzen gerade in Townsville, einige 100 km südlich von Cairns im McDonalds und genießen unser freies W-LAN, das man in jedem (!) Mäcces in Australien hat.

In den letzten Tagen haben wir einiges geschafft:
1. Wir haben unser Auto angemeldet! Nachdem wir wegen zwei in ganz Far North Queensland nicht aufzutreibender Blinker (!) ewig auf unser Roadworthy Certificate gewartet haben, konnten wir Freitag unsgefähr 5 Minuten vor Schließung des Departments unseren Cain auf uns anmelden. Nun haben wir schicke Queensland-Plates und sind für 12 Monate versichert und besteuert. :)
2. Wir waren am Cape Tribulation (wo Captain Cook seinerzeit mit seinem Schiff auf ein Riff auflief). Der Regenwald reicht dort direkt bis zur Küste, und die Strände sind unendlich lang und menschenleer. Auf dem Weg dorthin haben wir eindrucksvolle Schluchten (Mossman Gorge) und einsame Buchten (Cow Bay) gesehen und David hat Cain auf abenteuerlichen Bergstraßen (fast so hart wie der Wurzenpass…) gequält. Auf dem Rückweg gab es Regenschauer, die teils die Straße überfluteten und einen Fahrstreifen unpassierbar machten, da sich ein Wasserfalls darüber ergoss.
3. Wir haben viele Tiere in freier Natur gesehen: Es gab eine handgroße Spinne zu sehen, außerdem mehrere Ulysses-Butterflies, diverse Kängurus sowohl auf einem Campingplatz direkt neben unseren Auto als auch auf der Straße nach Townsville.
4. Wir haben zwei Kokosnüsse am Strand von Cape Trib gefunden und David hat sie unter viel Schweiß und Gefluche geschlachtet. Lecker! Und wie viel Kokosmilch da rauskommt!
5. Wir sind SO zerstochen! David hat allein am linken Unterarm knapp 20 Stiche. Morgen kaufen wir australisches Insect Repellent, denn von Autan zeigen sich die Biester nur mäßig beeindruckt.

Nun bleiben wir ein paar Tage in Townsville, genießen das GENIALE Wetter und die schönen Strände und warten auf unsere Steuernummer. Danach gehts weiter nach Süden, wo wir dann mal ein bisschen Früchte pflücken wollen (denn unser Budget ist in den letzten Tagen ganz schön geschrumpft…).

Cain – die ganze Geschichte!

Dienstag, Oktober 19th, 2010

Nach mehreren Anfragen kommt hier die komplette Geschichte zu unserem kleinen Auto:
Hier unser neues 6m² zu Hause, namens Cain:

Alles begann am Montag, da hat Nina im Internet eine Anzeige gefunden die ganz interessant war. Darauf hin hat Sie die Besitzer angeschrieben. Am nächsten Tag hatten wir bereits einn Termin mit dem Besitzer. Also haben wir uns das gute Stück angesehen und soweit es ging mit unserem ungeschulten Blick inspiziert. Unser erster Eindruck war sehr gut. Wir hatten noch den Vorteil, dass der Verkäufer das Auto so schnell wie möglich los werden wollte, da er weiter wollte.
Wir haben Ihm dann erstmal gesagt, dass wir das Auto wohl nehmen, aber erstmal einige Dinge klären müssen. Das Auto ist ein Backpackermobil, daher ist es auf irgendeinen angemeldet, der vielleicht schon nicht mehr im Land ist. Wir wollen die Kutsche aber auf jeden Fall auf uns anmelden, daher mussten wir klären, ob es ein Problem ist, dass das Auto nicht auf denjenigen angemeldet ist, der es uns verkauft hat. Glücklicherweise ist das den australischen Behörden total egal. Nina und ich haben Abend aufgeregt über das ganze gesprochen und haben uns noch dazu entschlossen, dass wir das Auo vor dem Kauf nochmal durchgechecken lassen sollten, da wir für das anmelden eine Art TÜV brauchen.
Nina hat also wieder den Besitzer angeschrieben, der natürlich sofort sagte, dass es klar geht, wenn wir zusammen in eine Werkstatt fahren.
Am Mittwoch sind wir zusammen in die Werkstatt. Der Check hat ca 1,5 Stunden gedauert und der Mechaniker sagte, dass unser Cain in einem guten Zustand ist und halt die völlig normlaen Abnutzungserscheinungen an den Tag legt, plus ein paar Kleinigkeiten.
Daraufhin haben wir nochmal mit dem Besitzer verhandelt und haben uns die wahrscheinlich anstehenden Reparaturkosten geteilt.
Das Auto haben wir direkt in der Werkstatt gelassen, da man uns sagte, dass wir das Auto am Freitag abholen können. Das war super, da wir unser Hostel bis Freitag gebucht hatten.
Freitag sind wir zurück zur Werkstatt, die noch nichtmals angefangen hatte mit der Reparatur. (Die Jungs sagten uns aber auch schon, dass Sie den A… voll Arbeit haben) Wir haben dann erstmal unsere Taschen ins Auto geknallt und sind ab zum Strand. Abends sind wir dann wieder zurück zur Werkstatt. Cain war immer noch nicht fertig, der Mechaniker sagte aber, dass wir das Auto mitnehmen können und am Montag zurück bringen sollen um dann alles fertig zu machen.
Also haben wir unseren ersten Ausflug mit unserem Auto gemacht. Siehe dazu auch Ninas Blogeintrag. Als wir am Campingplatz angekommen sind haben wir das Auto erstmal komplett ausgeräumt, da uns der Vorbesitzer alles drin gelassen hat. Nach einer wilden Ausräumaktion haben wir dann 4 große Müllsäcke mit alten (wiederlichen) Dingen weggeworfen.
Auch haben wir das Auto poliert und die Scheiben sauber gemacht. Der Eindruck ist direkt viel besser. Er sieht jetzt nicht mehr so sehr nach Backpacker aus.
Am Abend haben wir uns dann das erste mal unser Bett aufgebaut, mit einer neuen Unterlage und einem frischen Lacken. Man muss sagen, dass es doh echt gut zu pennen ist in so einem Auto.
Extra früh ging es dann am Montag los in Richtung Werkstatt, die uns direkt sagten, dass es auch bis Dienstag dauern könnte.
Wir haben den Tag mit Kino und verdammt viel nichts tun rumgebracht.
Abends rief Nina in der Werkstatt an und natürlich ist das Auto noch nicht fertig, aber Dienstag so gegen 10 Uhr können wir Ihn haben.
Wir haben uns also in einem Hostel eingemeitet. Dienstag sind wir dann raus aus dem Hostel und wieder auf den langen Fußweg durch die brennende Sonne zur Werkstatt. Und was sagt uns der Mechaniker? Alles fertig, außer die Blinker, die wir aber auf jeden Fall für unseren “TÜV” brauchen, argh, also dürfen wir jetzt nochmal ein paar Stunden verbringen mit Nichtstun. Wir sind jetzt in unserem ersten Hostel wo wir gegen eine kleine Gebühr ins WLAN dürfen.

Hier noch ein paar Daten zum Auto:
Toyota LandCruiser
Baujahr 1989
205000km runter
6 Zylinder
4 Liter Hubraum
Benziner
90 – 132 PS, darüber sind wir nicht informiert.
2 Tonnen laut Internet
Eingebautes Bett
Komplette Campingküche
Viele kleine nützliche Dinge wie Campingstuhl, Lampe…
3x 20 Liter Reservekanister für Benzin
1 großer Wasserkanister
2 Ersatzreifen (die jetzt auch heil sind)
4 sehr gute Reifen mit noch sehr viel Profil
Ein unvergleichbarer Sound wenn man auf Gas latscht. Muhahaaa!

Campingwochenende in Palm Cove

Dienstag, Oktober 19th, 2010

Das letzte Wochenende haben wir gemütlich in einem kleinen Touristenörtchen namens Palm Cove, etwa 30km nördlich von Cairns, verbracht. Eigentlich wolllten wir übers Wochenende nach Port Douglas oder noch höher zum Cape Tribulation (wo der Regenwald direkt in Ozean übergeht), aber der Mechaniker hat uns wegen des Autozustands und der abenteuerlichen Strecke erstmal davon abgeraten, bevor nicht alles 100% repariert ist. Die Frau vom Werkstattmeister hat uns allerdings Palm Cove mit seinem schönen Campingplatz empfohlen, und es hat sich wirklich gelohnt, wie man hier sehen kann:

Der Ort besteht nur aus wenigen Häusern und einigen Luxushotels und liegt direkt am Sandstrand. Der Campingplatz wird nur durch die wenig befahrene Esplanade vom Strand getrennt und wird von Palmen überschattet. Schräg gegenüber befindet sich noch ein massiver Pier, auf dem sich abends das gesamte Dorf trifft (so scheint es), um zu angeln und Bier zu trinken. Der ganze Ort riecht total gut nach wildem Honig (ich dachte zuerst, das wäre das Wunderbäumchen in unserem Auto…) und es ist ziemlich wenig los, was wohl daran liegt, dass bald die Box Jellyfish-Saison anfängt. Überall findet man Hinweisschilder, dass diese tödlichen Quallen und außerdem Salzwasserkrokodile (das sind die gefährlichen) im Meer vorkommen können. Daher haben wir nur am bewachten Strand gebadet. Da es ziemlich windig war, hatten wir echt gute Wellen und das Wasser war angenehm warm. Wir haben Stunden damit verbracht, uns in die Wellen zu schmeißen; unglaublich, was die für eine Kraft haben!
So sehen Pier und Strand aus (das Wetter war nicht die ganze Zeit so schlecht, aber die Wellen waren teilweise höher):


Abends haben wir uns immer mit Fleisch eingedeckt (das ist hier wirklich sooo günstig!) und haben die öffentlichen BBQs direkt am Strand genutzt. Darauf wird alles superlecker! Und man braucht nichtmal Kohle, Grillanzünder oder Feuerzeug mitnehmen, weil da alles mit Gas läuft. Knopf drücken, kurz warten, Fleisch drauf, kurz warten, fertig!
Ansonsten haben wir relaxt, unser Auto ausgemistet (4 Müllsäcke!) und poliert und sind am Strand spazieren gegangen. Außerdem haben wir einen winzigen Rest Mangrovensumpf direkt hinterm Campingplatz entdeckt, durch den ein Steg führte. Es war nachts und der Steg war beleuchtet, was echt gruselig war, da die Mangroven ziemlich gespenstische Schatten geworfen haben! Besonders als auf einmal unerwartet eine Fledermaus vor uns herflatterte, haben wir uns doch erschrocken. Die Viecher kennen wir allerdings schon aus Cairns zur Genüge, denn wenn es dämmert sind dort ziemlich viele am Himmel zu sehen. Sie haben hier in etwa die Größe von Möwen; von zu Hause kenne ich nur die Kleinen.

Heute werden wir Cairns verlassen und uns auf den Weg nach Süden machen. Mal schauen, wo es uns hin verschlägt! Das Wetter ist hier nicht mehr ganz so zuverlässig, da demnächst die Regenzeit anfängt. Also auf in sonnigere Gefilde (wobei es im Moment schon wieder ziemlich heiß ist).
Und weil’s so schön ist: Hier nochmal die Lagoon bei Sonnenschein. Die hat’s mir echt angetan!

Cairns & Kuranda

Mittwoch, Oktober 13th, 2010

Jetzt gibt’s mal nen kleinen Rückblick auf die vergangenen Tage von meiner Seite aus. (Sorry, Ben, wenn das deinem Bedürfnis nach Chronologie nicht entspricht!) Zuerst möchte ich mich aber bei allen fleißigen Mitlesern und Kommentatoren bedanken! Wir sind zwar ziemlich viel unterwegs hier, aber es ist immer schön, wenn wir abends ins Hostel kommen und ein paar kurze Nachrichten von zu Hause uns zeigen, dass ihr unsere Reise verfolgt. Auch eMails erhalten und lesen wir gerne, auch wenn es vielleicht mal etwas dauert bis, wir uns zurückmelden oder unsere Antworten nur kurz ausfallen. Zwar sind wir noch im vielgenannten Urlaubsmodus (was auch noch ein, zwei Wochen so bleiben soll), aber dennoch gibt es viel zu  erledigen – und wenn es nur das gemütliche Gammeln an der Lagune in Cairns ist.

Am Dienstag  haben wir uns also dem Touristendasein hingegeben und sind nach Kuranda in den Regenwald gefahren. Hin ging es mit einer Gondelbahn über die Bäume mit zwei Zwischenstopps. Zwischendurch hatte man einen ziemlich tollen Ausblick auf Cairns und die Coral Coast. Hier der Beweis:

Außerdem ein kleines Video von der Fahrt:

Und hier, zwar nicht ganz der Mississipi, aber zumindest der Barron River, der wenig später in einem Wasserfall mehrere Hundert Meter in die Tiefe stürzt (sehr imposant von der Skyrail aus zu betrachten!):

Und hier: wir zwei Touristen im Regenwald! Übrgens nicht zu vergleichen mit den Asiaten, die wirklich in Scharen dort waren und von allem und jedem in den unmöglichsten Posen Fotos gemacht haben. Einer von ihnen nutzte einen Wegweiser als Poledance-Stange… ;)

Kuranda selbst ist ein Dorf mit zwei Straßen, das nur aus Touriläden zu bestehen scheint. Wie in Cairns auch gibt es hier Unmengen an geschmacklosen Souvenirs und Shirts. Wir haben ja nur wenig Kleidung mitgenommen, da wir uns hier eindecken wollten, aber zum Kauf dieser Kinderarbeits-Shirts konnten wir uns dann doch nicht überwinden. Das interessante Frühstück (Stack of pancakes with bacon, banana and maple syrup (!)) war leider ausverkauft. Da das Butterfly Sanctuary 17(!) Dollar Eintritt kostete, sind wir lieber den 3 km Regenwald-Walking-Track gelaufen. Fand ich total schön! In Cairns zirpt und zwitschert es ja schon an jeder Ecke, aber dort hat man sich wirklich fernab der Zivilisation gefühlt (was man natürlich nicht war, aber immerhin sind die Touristenmassen brav in den Shops geblieben und nicht auch dort rumspaziert). Hier mal Eindrücke vom Rainforest Walk:

Zurück nach Cairns ging’s dann mit der Scenic Railway, einer historischen Eisenbahn, die langsam die Berge runterzuckelt und mit der meine Mama schon vor 30 Jahren gefahren ist. Besonders der historische Bahnhof hat es mir angetan, auch wenn hier ebenfalls alles sehr touristisch war.

Hier außerdem noch ein paar nachgereichte Fotos aus Cairns selbst. Einmal die Lagoon, die bei Nacht fast noch schöner ist als am Tag. Hier sind wir knapp dem Sonnenbrand entronnen.

Hier noch ein Rundumblick:

Außerdem: Endlich mal was Preiswertes in Australien! Alles ist hier SO teuer, besonders Alkohol (Schnaps rund 40 Euro, Sixpack Bier rund 15 Euro). Nur der Wein aus 4-Liter-Kanistern ist bezahlbar (rund 9 Euro… Ratet, was wir gerade trinken…). Günstig dagegen ist Rindfleisch (4 Fleischlappen zu je 250g insgesamt etwa 9 Euro) und eben diese 12 Donuts: Unschlagbare 1.48 Dollar, was knapp mehr als ein Euro ist!

Wir haben natürlich auch Sinnvolles gemacht, wie eben von David bereits erwähntes Auto gekauft (mein erstes Auto! Yeah!) oder einen Bank Account eingerichtet (hab ich glaub ich schon erwähnt). Morgen organisieren wir noch Handykarte und Postweiterleitungsservice. Ansonsten werden wir wohl wieder die Lagoon genießen und abends den Pizza & Beer Abend im Hostel genießen. Das ist noch bis Freitag gebucht und dann können wir auch hoffentlich unseren Wagen beim Mechaniker abholen und anmelden. Das ist in Australien ziemlich kompliziert, da das Auto bisher in Victoria zugelassen war und man da einiges an Formularen und Kosten hat. Dennoch denken wir, dass der Wiederverkaufswert mit Queensland-Rego und Komplettcheck ganz okay sein sollte. Der Holländer, dem wir ihn abgekauft haben war jedenfalls froh, ihn verkauft zu haben (da er dringend nach Sydney wollte) und wir waren froh, überhaupt einen Wagen, der so genau unseren Vorstellungen entsprach, bekommen zu haben. Wenn die Reparaturen für’s Roadworthy Certificate (= TÜV) durch sind, bin ich happy und das Auto ist fit für ne lange Reise.

Das Gästezimmer ist eröffnet

Mittwoch, Oktober 13th, 2010

Muhahaha, nach nur 4 Tagen in Australien haben wir es geschafft ein Auo zu kaufen. Und zwar genau das was wir wollten! Einen Toyota LandCruiser.

Wir haben das Auto im Internet gefunden und sofort einen Termin mit dem sehr netten Holländer vereinbart.
Heute sind wir dann zusammen mit Bastiaan in eine Werkstatt gefahren und haben das Auto komplett durchchecken lassen. Das Ergebniss war sehr positiv, das Auto ist in einem guten Zustand und wird jetzt noch bis aufs letzte Teil repariert.
Sollte alles gut gehen, ist das Auto dann am Freitag fertig. Ab dann wohnen wir im Auto und reisen weiter.

Neben dem Auto haben wir auch eine riesige Backpackerausrüstung mit allem was man sich vorstellen kann.
Das Besste am Auto ist das wir die Rückbank zum Bett umbauen können, dass heißt wir können immer problemlos 2 Leute mitnehmen. Für die 2 Mitkommenden haben wir dann auch noch 2 Zelte. -> Ich freu mich auf euren Besuch!!!

Kommen wir nur zur Namensgebung: Jedes Auto braucht einen Namen, da es vorher die “Lady in Red” war habe ich gesagt, neenee das Ding ist a big red machine. Daher war mein vorschlag Kane (einige von euch wissen was ich meine…) da wir aber Diablo auch so gut finden, haben wir uns vorerst auf Cain geeinigt! Ich mag dieses kleine Wortspiel, das wahrscheinlich in seiner komplettheit nur von Heiko und Carme verstanden wird…

Hier noch ein Bild:

Das Grübelmonster verhungert!

Montag, Oktober 11th, 2010

So! Langsam bin auch ich mental hier in Australien angekommen. Gestern Nacht war das erste Mal seit Langem, dass ich ins Bett gegangen bin und weder hundemüde war noch von Grübeleien geplagt wurde. Die letzten 2 Wochen vor’m Abflug waren ja wahnsinnig stressig, da unser Auszug aus der Wohnung, die Fertigstellung meiner Masterarbeit, sämtliche Abschiede und einige letzte Reisevorbereitungen auf nur ein paar Tage fielen. Wenn wir abends ins Bett gingen, bin ich immer innerhalb von wenigen Sekunden eingeschlafen. Die Wochen davor hatte ich zwar weniger akuten Stress, aber die böse Masterarbeit hat mir dennoch einiges an Kopfzerbrechen und Sorgen bereitet. Übrigens: Das Ding ist 82 Seiten lang (100 Seiten incl. Appendix, sowie 88 MB Digitaler Appendix mit SPSS-Outputs & Co.), enthält 26317 Wörter und niemand wird es vermutlich je lesen… Es war jedenfalls echt ungewöhnlich, im Bett zu liegen und keine Sorgen zu haben. Sehr angenehm, kann ich nur empfehlen!

Cairns gefällt mir auch sehr gut. Es ist eine ziemliche Touristenhochburg (trotz nur 98.349 Einwohnern laut Wikipedia) und obwohl die Hauptsaison zuende geht, ist hier noch einiges los. Die Regenzeit fängt langsam an, was aber gar nicht so schlecht ist. Es ist ziemlich warm, ab und zu regnet es, was sehr angenehm ist, und der Wind kühlt einen auch gut ab. Unser Hostel ist zu Fuß etwa 15 Minuten vom CBD (Central Business District) entfernt. Hier gibt’s nen Pool, Hängematten, viele tropische Pflanzen, die Schatten spenden und total nettes Personal. Heute Abend ist Barbeque angesagt; wir freuen uns schon!

Den Tag haben wir heute in der Stadt an der “Lagoon” verbracht. Da Cairns keinen schönen Strand hat, hat die Stadt einfach ersatzweise ein Freibad gebaut, das frei zugänglich ist. Da gibt’s Sand, sauberes Meerwasser, Blick auf’s “echte” Meer und ganz viele Gasgrills, auf denen die Familien ihr Fleisch brutzeln. Ein bisschen rot sind wir auch geworden, aber verbrannt sind wir glücklicherweise nicht. Außerdem haben wir ein Bankkonto eröffnet, damit wir in Zukunft keine Gebühren mehr für den Transfer aus Deutschland zahlen müssen. Da habe ich mal wieder gemerkt: Die Australier sind alle SO nett! Unglaublich. ;)

Morgen fahren wir nach Kuranda, ein Dorf im Regenwald, das über eine historische Eisenbahn und eine SkyRail (ähnlich der Gondelbahn bei Schloss Burg, nur halt deutlich länger und über den Regenwald) zu erreichen ist. Auf Empfehlung von meiner Mama werden wir uns das mal ansehen! Scheint aber auch eine der größeren touristischen Attraktionen hier zu sein… Danach haben wir dann hoffentlich einen Termin, um ein Auto anzusehen. Drückt uns die Daumen, dass der sowohl in gutem Zustand als auch bezahlbar sein wird!

Später lade ich noch Fotos hoch, aber nun geht das BBQ los. Ciao! :)

Das erste Video ist online

Sonntag, Oktober 10th, 2010

Tääääst:

Muhaha, das hat geklappt. Wir werden dann also ein paar mehr Videos einbinden.

Cairns – die erste Nacht

Sonntag, Oktober 10th, 2010

nachdem wir hundemüde um 16 Uhr am 09.10.2010 in Cairns angekommen sind, sind wir erstmal mit einem Bus zu unsrem Hostel gefahren. Dabei wurden wir einmal durch die ganze Stadt gebracht, die echt schön ist.

Das Hostel ist sehr schon, wir haben ein nettes kleines Zimmer mit Deckenventilator, der es sehr angenehm im Raum macht.

Wir haben nur fast 16 Stunden geschlafen und freuen uns daraus hier alles unsicher zu machen.

Hier noch ein Paar Fotos:

Dubai: Der Blick aus der Metro

Flughafenhalle in  Abu Dahbi

Sonnenaufgang über der Wüste

Unser Hostel in Cairns

PS: Ich bin geschockt: ICh hab mir Mühe gegeben nur wenig schmutzige Wörter zu benutzen, aber eure Kommentare sind da ja etwas freizügiger!!!