Archive for November, 2010

Videoupdate

Mittwoch, November 17th, 2010

Endlich haben wir es geschafft. Einige Videos konnten wir hochladen, was hier echt schwer ist, da das Internet so langsam ist wie bei uns zu 56k Modem Zeiten.

Nunja das Tagebuchvideo ist bereits am 04.11.10 entstanden und wir sind froh es euch nun zeigen zu können :)

Hier noch ein Video wo ich nach Gems suche:

Fraser Island, oder: Das Urlaubsparadies

Sonntag, November 14th, 2010

Es war auch schön auf Fraser!
Die Touren durch die Sandhölle haben sich echt gelohnt, denn wir haben viele wunderschöne Plätze besucht. Zwar waren auch eine Menge anderer Leute da, aber zeitweise fühlte man sich schon ziemlich einsam auf dem “Highway”. Nur ab und an brausten Landcruiser, mit bis zu 8 trunkenen Backpackern beladen, oder 4WD-Reisebusse an uns vorbei. Auch ein kleines Flugzeug stand plötzlich neben uns auf dem Highway; der Pilot hatte es sich in seinem Campingstuhl gemütlich gemacht und grüßte uns mit einem Winken. Alle paar Kilometer stand ein einsamer Geländewagen mit ein paar Anglern am Strand, doch ansonsten hatte man wirklich seine Ruhe.
Das war an den Hauptattraktionen allerdings nicht mehr der Fall. Kein Wunder, denn Lake McKenzie (1. Bild) und Lake Wabby (2. Bild) sehen aus wie aus einem Urlaubsprospekt!


Als wir am ersten Tag beim Lake McKenzie mit seinem kristallklaren Wasser und dem schneeweißen Sand ankamen, kam David vor lauter Freude aus dem Fluchen gar nicht mehr raus! Lake Wabby stand am zweiten Tag an und erforderte etwas mehr Anstrengung von uns: über einen 2.2km weiten Wanderweg über die Dünen kamen wir nach einer endlos langen Stunde endlich dort an. Der See ist an drei Seiten von Wald umzingelt; die letzte Seite wird von einer Sanddüne eingerahmt, die sich jedes Jahr 3m weiter in den See frisst. Daher ist das Ufer ziemlich steil und der See wird irgendwann verschwunden sein. Bei beiden Seen haben wir jedenfalls trotz der Menschenmassen ziemlich einsame Stellen am Strand gefunden, wo man viel Ruhe hatte. David hat mit viel Geduld sogar 6 kleine Fischchen in seinen Händen gefangen, aber dann doch wieder freigelassen. In der Zeit habe ich meinen architektonischen Gelüsten gefrönt und angefangen, die Sanddüne abzutragen und einen Wall im See zu bauen. Weit bin ich nicht gekommen, aber schmerzende Arme hatte ich trotzdem. Hätte ich mal besser unseren frisch erworbenen Klappspaten mitgenommen!
Den Rest der Zeit ging’s am 75 Mile Beach entlang. Dort haben wir ein 1935 gestrandes und mittlerweile fast verrottetes Schiffswrack bewundert, sind den bis zum Grund durchsichtigen und von Urwald beschatteten Eli Creek hinuntergetrieben und haben am Indian Head auf den Felsen Ausschau nach Walen und Haien gehalten (ohne Erfolg).
Übernachtet haben wir jeweils an Campingplätzen, die die Queenslander Behörden zur Verfügung stellen – für nur etwa 5 Dollar pro Person pro Nacht. Alles in Allem hat uns der Trip 60 Dollar für Permits (Camping und Autogenehmigung) sowie 115 Dollar für die Fähren gekostet. Das ist doch ein guter Preis für einen unbezahlbaren Urlaub! Zwar haben wir uns auch Alkohol im Wert von 40 Dollar gegönnt, bei den Preisen hier bedeutete das aber nur 3 Dosen für jeden am Abend. ;)
So sah’s auf Fraser noch aus:
Creek am Highway

Blick von den Felsen vor’m Indian Head

Felsen am Indian Head

Fraser Island oder die Sandhölle

Sonntag, November 14th, 2010

Am Freitag ging es endlich zu unserem ersten Hardcore 4WD Abeunteuer, dafür haben wir uns Fraser Island ausgesucht, eine Insel komplett aus feinstem Sand.
Ich berichte an dieser Stelle erstmal nur über die Autoabenteuer, Nina macht den Rest.
Ja am Freitag ging es dann mit der Fähre auf die Insel. Auf der Insel angekommen sind wir dann erstmal ein Stück ins Innere gefahren, wo wir direkt mal einen kleinen Geländewagen gesehen haben, der den Berg nicht hoch gekommen ist und dabei war sich schön einzugrageben, an dieser Stelle haben wir dann das erste mal unseren L4 Allradantrieb eingeschaltet. Nachdem der Kleine es dann doch geschafft hat den Berg zu erklimmen versuchen wir unser Glück und haben es beim ersten Anlauf natürlich auch nicht geschafft, da Sand echt die Hölle ist. Wir haben beim zweiten Anlauf dann einfach die Gegenfahrspur genommen, die nicht so tiefsandig war.
Oben angekommen wurde die Fahrbahn dann kein bisschen besser und mir wurde klar, dass das verdammt hart wird.
Im Inland bestehen die Straßen aus einer tiefen Sandbahn, mit fiesen Spurrillen, die einen festhalten.

Am ersten Tag sind wir dann ca 15 km durch das Inland zu unserem Campingplatz gefahren. Wo wir uns dann erstmal erholt haben.

Am zweiten Tag sind wir recht früh morgens zum Strand gefahren, dem “Highway” der Insel, wow hier ist sogar 80 km/h.

Hier war es eigentlich ganz schön zu fahren, so nasser Sand ist wie Schnee. Das Problem sind nur die Verwaschungen, die mitten über den Strand eine 20cm tiefe Bahn ziehen. Wer hier mit 80 durchhämmert wird das nicht überleben.
Neben den Verwaschungen gab es dann noch einen Fluß, der zu durchqueren war, naja so 30 cm tiefe Flüße sind ja kein Problem für unseren Cain.
Abends sind wir dann zu unserem zweiten Campingplatz gefahren, der uns wieder ins Inlad trieb, was extreme Leistungen von unserem Auto abverlangte. Wenn es vom Strand in den Inlandsand geht ist der Sand einfach immer super weich, sehr tief und es gibt kaum Spurrillen, die es einem einfacher machen. Hier haben wir dann auch einen kleinen Bushcamper feststecken sehen.

Am letzten Tag sind wir durch die Sonne um 6:30 Uhr geweckt worden. Wir haben das dann direkt ausgenutzt uns sind los gefahren, da um diese Zeit Ebbe ist: Um diese Zeit ist es sehr schön zu fahren, da der nasse glatte Sand einfach immer am schönsten war. Wir sind dann also die komplette Insel runter gefahren. 18 km vor Ende der Insel mussten wir dann aber leider zum dritten mal ins Inland, da die Straße am Strand zur Zeit nicht passierbar ist. Unsere letzte Straße im Inneren war die absolute Hölle. Hier war eine Straße aus Geröll aufgeschüttet worden, die aber im Abstand von ca. 30 cm Hubel aufwies. Es war echt hart.
Nach 1 Stunde dieser Quall haben wir es dann zur Ablegestelle der Fähre geschafft. Diesmal war es eine andere Stelle der Insel und wir waren sehr überrascht, als wir nur einen Strand mit einem Schild “Wartebereich Fähre” vorgefunden haben. Die Fähre hielt dann einfach mitten am Strand und wir sind noch einmal durch den Sand gefahren.

Auf der Fähre angekommen hab ich dann schon das gute Gefühl gehabt es geschafft zu haben, aber leider war dies nicht so, denn die Fähre hiel am Festland natürlich auch einfach nur am Strand.
Hier war dann auch die eigentlich erste und zum Glück auch letzte Stelle, wo wir uns total festgefahren haben und uns nur mit sehr großer Mühe und mehrfachem hin und her aus dem Sand hiefen konnten.
Ich war sehr sehr froh wieder Asphalt unter den Reifen zu haben.
Unterm Strich muss ich aber sagen, dass es sehr viel Spaß gemacht hat und die Insel einfach unendlich schön ist. Außerdem habe ich jetzt das Gefühl, dass unser Cain überall durch kommt. So ein Monster!

PS: Nina ist natürlich auch gefahren! Und verdammt, 4WD fahren macht Cain verdammt durchstig! 220km und ca 55 Liter Benzin.

Glücksritter

Montag, November 8th, 2010

Zur Zeit sind wir am Wendekreis des Steinbocks und somit nicht mehr in den Tropen. Wir befinden uns im Landesinneren von Queensland (ob es wirklich schon als “Outback” zählt weiß ich nicht, aber es ist sehr dünn besiedelt) in der Nähe eines Städchens namens Emerald. Der Name ist Programm, denn hier waren wir heute auf Edelsteinsuche!
Wir haben am Caravanpark von Rubyvale unser Lager aufgeschlagen und heute eine Self-Drive-Tour zu einem der vielen Gemfields gemacht. Da hier im Moment Off-Season ist, waren wir allein mit unserem erfahrenen Saphirsucher Keith unterwegs. Während der Saison nehmen an den Touren teilweise bis zu 30 Leute teil, aber so war es echt gemütlich.
Ein wenig abseits vom Capricorn Highway auf dem Weg nach Willow (?) bogen wir also gegen 8.30 auf eine Schotterpiste – und dann ging’s off-road! Normale Touristen müssen ein ganzes Stück zu Fuß gehen, aber wir haben ja glücklicherweise unseren Cain, so dass wir Keith mit dem Auto durch den Busch folgen konnten. Ich fand es ziemlich abenteuerlich, David fand es gar nicht so schlimm.
Am Claim angekommen ging es dann los: Nach einer kurzen Einführung stiegen David und ich mit Spitzhacke und Spaten bewaffnet in ein altes Flussbett, wo wir zuerst die obere Erdschicht entfernten und danach das saphirhaltige Gestein locker klopften. Eine Knochenarbeit, die hauptsächlich David übernahm und den Schweiß strömen ließ! Das lose Gestein schaufelte ich in Eimer, die wir, wenn zwei von ihnen gefüllt waren, zu einer (handberiebenen) Gerätschaft trugen, wo unser Wash von zu großen und zu kleinen Steinen getrennt wurde. Danach wurden einzelne Portionen in zwei Durchgängen gewaschen und geschüttelt, so dass die schwereren Saphire sich nach Möglichkeit in der Mitte sammelten. Mit einer geschickten Handbewegung wendete David das Sieb (so ähnlich wie wenn man einen Kuchen stürzt) und wir suchten das Ergebnis nach Saphiren ab – natürlich mit Keiths sachkundiger Hilfe. Danach ging die Knochenarbeit von vorne los.
Nach über 4 Stunden und 12 Buckets war die Ausbeute ziemlich gut: 13 Spahire, davon 3 in einer Größe und einem Zustand, dass wir sie schleifen lassen können! Laut Keith waren wir ziemlich “lucky”.

Das Schleifen haben wir dann einige Stunden später bei Keiths Bruder Dave in Auftrag gegeben. Wir erfuhren, dass unsere drei Fundstücke in geschliffenem Zustand hier in Rubyvale jeweils über 100 Dollar wert sind, in Deutschland vermutlich sogar fast 250! Wahnsinn! Die guten Stücke werden jetzt bis Weihnachten geschliffen und dann direkt nach Deutschland zu meinen Eltern geschickt. Ich kann es kaum erwarten, sie zu sehen! :)
Damit wäre dies der erste Tag auf unserer Australienreise, an dem wir (theoretisch) im Plus sind mit unseren Finanzen.

Und hier noch ein paar Impressionen von uns hart schuftenden Glücksrittern:

( David klopft Steine (schon etwas erschöpft nach 4 Stunden Schwerstarbeit) – Wird später eingefügt, da hier das Internet zu langsam zum Videoupload ist)


Nina schippt Steine


David wäscht Steine


Wir inspizieren Steine

Außerdem:


Ein lesender David und ein nettes Pferd am Campingplatz von Clermont


Die verrückten Regenbogenloris am Campingplatz in Rubyvale

Mal schnell was zwischendurch

Samstag, November 6th, 2010

Da wir zur Zeit irgendwie total beschäftigt sind und nicht dazu kommen zu Posten kommt hier ein kleines Update. Sehr trocken aber ihr wisst mal wieder wo wir sind:

Also wir waren ja in Townsville, von dort aus sind wir weiter Richtung Süden gefahren. Der erste Stopp war Airlie Beatch, leider war dort das Wetter super schlecht, weshalb wir nach einem Tag nach Mackay weitergefahren sind. Dort war das Wetter dann aber noch immer nicht besser und wir sind ins Landesinnere gefahren. Nun sind wir in Emerald. Hier werden wir uns mal auf die Suche nach Edelsteinen begeben.

Unglaublich hier ist, dass wir in den Nächten das erste mal einen unglaublichen Sternenhimmel sehen konnten mit unendlich vielen Sternen.
Außerdem ist es hier in der Nacht sowas von kalt, dass wir trotz dicken Socken, dicken Stoffhosen und Kaputzenpullis am frieren waren.