Archive for Dezember, 2010

Na wo sind wir denn da?

Freitag, Dezember 31st, 2010

3-mal dürft Ihr raten, wo wir im Moment sind…
Einen größeren Eintrag schreiben wir im neuen Jahr, wenn wir Bilder vom Feuerwerk haben. Muhahahaa!!


Frohe Weihnachten!

Freitag, Dezember 24th, 2010

Wir wünschen euch allen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr! Feiert schön!

Zwangsurlaub

Samstag, Dezember 18th, 2010

Da wir im Moment ein kleines Problem mit dem Auto haben sind wir in einer Luxusunterkunft. Großer Vorteil von dem ganzen ist, dass ich meine Krankheit bis hierhin ganz gut ausheilen lassen konnten. Das Gesicht ist zwar noch nicht ganz wieder da aber es ist schon viel besser.
Naja wir sind jetzt fast 2 Wochen hier und so langsam freue ich mich darauf endlich weiter zu kommen.
Nun fragt Ihr euch vielleicht, was zur Hölle die Kleineigkeit mit dem Auto ist, dass wir 2 Wochen festgehalten werden, naja wir bekommen gerade einen neuen Motor, da ein Zylinder nicht mehr wollte und der zweite Hand Motor billiger war, als den alten zu reparieren.
Wir sehen das Ganz aber ganz gelassen, unsere Unterkunft ist ein Traum und da wir uns hier so lange eingemietet haben sind die Kosten nur ganz ganz bisschen höher, als wenn wir in einem Hostel in einem Mehrbettzimmer übernachten würden. Also haben wir es gerade echt gut. Wir zocken auch mal wieder viel Diablo2
Wir haben hier auch gutes Internet, wie viele von euch bestimmt schon gemerkt habe, da wir Abends viel chatten und auch wieder viele viele Videos hochgeladen haben. (schaut euch die Videos unter Videos an!)
Hier noch ein paar Bilder unserer Luxusunterkunft und Coffs Harbour.

Unser Schlafzimmer

Unser Badezimmer mit Dusche

Unser Wohnzimmer/Küchenbereich mit Sofo, TV, Klima, Küche und Esstisch für unsere Laptops :)

Noch mehr Videos

Montag, Dezember 6th, 2010

Wir haben hier mal gutes Internet, also gibt’s noch ein paar Videos.

Der Dicke leidet…

Samstag, Dezember 4th, 2010

So nun hat es sich auch gelohnt die Krankenversicherung abgeschlossen zu haben.
Ich bin Krank, verdammt krank. Wir waren heute morgen im Krankenhaus und ich hab mich durchchecken lassen. Ich habe das Ramsay Hunt Syndrome. Das ist so ein Herpesvirus im Ohr.
Alles begann vor einigen Tagen, ich bin aufgestanden und hatte ein komisches Gefühl in der Oberlippe, im Laufe des Tages bemerkte ich dann einen immer größer werdenen Druck hinterm Ohr und meine Lippe verabschiedete sich von meiner Konrolle und hing nur noch an mir.
Am nächsten Tag war dann fast meine komplette linke Gesichtshälfte gelähmt. Am nächten Tag waren wir im Internet und ich habe mich schonmal belesen, was ich denn haben könnte, da die miteintreffenden Schmerzen im Ohr fast unerträglich wurden und ich nur mit 60 Tropfen Novalgin ruhig gestellt werden konnte. Schluss endlich sind wir dann zum Arzt gefahren, der mir dann sagte, dass ich genau das habe, was ich im Internet gefunden habe. Nun darf ich 5 mal täglich für 7 Tage einen Virenkiller schlucken (für meine Eltern: Acyclo-V 800). Wenn ich Pech habe bleibt meine Gesichtshälfte für bis zu 4 Wochen gelähmt. Das ganze soll aber auf jeden Fall Rückstandslos an mir vorbei gehen.

Nina hat zur Zeit etwas Spaß an meinen Gesichtsausdrücken, daher dachte ich mir ich lasse euch alle teilhaben. Hier das Beste aus 5 Minuten im Leben eines “Krüppels”:

Lachen mit ohne Gefühl in der linken Gesichtshälfte.

Augen feste schließen mit ohne Gefühl in der linken Gesichtshälfte.

Grimmig schauen mit ohne Gefühl in der linken Gesichtshälfte.

Mund aufreißen mit ohne Gefühl in der linken Gesichtshälfte.

It’s Crikey!

Freitag, Dezember 3rd, 2010

Bis jetzt hatten wir keine Zeit oder Lust darüber zu schreiben, aber es hat auf jeden Fall einen Platz im Blog verdient. Am 15.11.10 waren wir im “Austalia Zoo”, der Zoo von dem Verrückten, der vom Stachelrochen getötet wurde, Steve Irwin.

Das echt krasse daran war, dass wir spontan geplant haben in den Zoo zu fahren und wir ausgerechnet am “Steve Irwin Day” im Zoo waren. Mit vielen Promis (Australische, die man glaube ich als deutscher nicht kennen muss) und natürlich der ganzen Irwin Familie.
So bekloppt ich auch Steve immer fand, sein Zoo ist der absolute Hammer. Ich habe so etwas noch nie zuvor erlebt. Neben vielen, vielen australischen Tieren gab es mitten im Zoo ein Stadion, in dem 5000 Menschen Platz finden. In diesem Stadion gab es eine unbeschreiblich gute Tiershow, in dem viele Vögel gezeigt und Krokodiele gefüttert wurden.

Die Vögelvorstellung war super, da dort nicht einfach nur Vögel gezeigt wurden, sondern diese durch das offene Stadion geflogen sind. So erzählte einer von einem australischen riesigen Vogel. Wie er aussieht und was seine Besonderheiten sind. Dann sagte er “ja und einer dieser Vögel kommt gleich ins Stadion geflogen, schauen Sie einfach rechts neben die Anzeigetaffel” und kaum 3 Sekunden später fliegt dieser Riesenvogel genau dort ins Stadion.
Auch die Koalas haben uns sehr gefallen, da sie so putzig im Baum abhingen und sich einen gemütlichen Tag gemacht haben.

Natürlich war das noch nicht alles. Der Zoo hat sehr viele Freigelände, in denen man die Tiere sehen kann. Sehr schön war das Känguruhgelände, in dem man die Tiere nicht nur sehen und streicheln, sondern auch füttern konnte.

Unterm Strich war dieser Tag zwar heftig teuer, aber sehr sehr schön. Und ich muss sagen, dass jeder von euch, der mal nach Australien fährt auf jeden Fall diesen Zoo mitnehmen sollte.

Zurück in der Zivilisation

Freitag, Dezember 3rd, 2010

Nach 12 Tagen im Busch sind wir wieder zurück in der Zivilisation. Wie schon diverse Male angekündigt, waren wir “wwoofen”. Das bedeutet Freiwilligenarbeit auf organischen Farmen für etwa 4-5 Stunden pro Tag gegen Unterkunft und Verpflegung. Wir waren in der Nähe von Tabulam, einem kleinen Örtchen im Norden von NSW in den Bergen, etwa 100km von der Küste entfernt. Unser Host Alex hat sich vor etwa 25 Jahren ein Stückchen Land in den Bergen gekauft und dort im Laufe der Jahre ein Haus, mehrere Schuppen und mehrere Weiden erschaffen. Wir haben ihm bei all den Aufgaben geholfen, die so anfallen, und dafür ein gemütliches Bett und sehr leckeres Essen (mit mindestens 3 Zehen Knoblauch pro Mahlzeit) bekommen. Nun können wir Unkraut jäten (australisches Unkraut ist riesig, hartnäckig und echt kein Spaß), junge Bäume ausreißen (damit ein baumfreier Buschfeuerschutz zwischen Haus und Wald entsteht), Beton gießen, eine Mauer bauen, Regenrinnen auf dem Dach entlauben (und das bei meiner Höhenangst), Fensterverkleidungen anbringen, Bullenscheiße schaufeln und kompostieren…
(Rechts ist unser Schlafzimmerfenster)

Wir hatten eine echt schöne Zeit mit Alex. Er hat jede Menge Geschichten aus seinem Leben, von seinen Reisen und zur Weltsituation auf Lager. Ein paar Wörter Deutsch spricht er auch, z.B. “Schnell arbeiten!” (nur im Spaß), “Essen!”, “Bullenscheiße!”, “Ach du Scheiße” (er flucht aber auch auf Englisch sehr ausgiebig), und “Wunderbar!”. :)
Die Tierwelt ist auch ziemlich abwechslungsreich: Es gibt Goannas (Lizards), Geckos, Wallabies (Kängurus), Schlangen (zum Glück haben wir erst eine gesehen), Papageien und Koalas (haben wir leider nicht gesehen). Den Lizard haben wir mit altem Schinken gefüttert, die Papageien krigen ab und an ein bisschen Vogelfutter. Alex hat auch fünf Rinder, die zur Zeit um das Haus herum grasen, um den Rasen zu “mähen”. Sie sind ein bisschen schüchtern aber sehr neugierig. Nächstes Jahr sind sie dann groß genug, um verkauft und geschlachtet zu werden. Aber hier haben sie ein echt gutes Leben! Da isst man gern australisches Beef.
Das ganze Haus ist energieeffizient gebaut. Nicht so sehr, weil Alex ein Idealist ist, sondern weil er mitten im Busch lebt (10 km zum nächsten Dorf mit Tankstelle, 50 km zur nächsten Stadt) und Versorgung schwierig ist. Alles läuft hier mit Solarstrom und die Wasserversorgung wird durch Regenwassertanks und notfalls Wasser, das aus dem Fluss hochgepumpt wird, sichergestellt. Bevor wir duschen, müssen wir ein Feuer unter einem der Wassertanks machen, um es zu erhitzen. Das geht erstaunlich gut und macht auch Spaß. :)
Hier kommt unser warmes Duschwasser her!

Bisher ist das Haus hier noch eine Baustelle (nur unser Schlafzimmer ist schon fertig), daher haben wir immer im Caravan gekocht, in dem Alex lange gelebt hat. Unser Essen haben wir deshalb immer mit Blick auf die umliegenden Berge eingenommen. Die Aussicht ist genial, egal ob bei schönem Wetter oder bei Regen (was wir häufig erleben durften), wenn die Berge in den Nebelschwaden verschwinden.
“Das Panorama kann man auf einem Bild gar nicht festhalten…”

Nun haben wir uns aber verabschiedet und reisen erstmal als Touristen weiter. Durch das wwoofen haben wir schön gespart (bzw. das Geld, das wir zu viel ausgegeben hatten, kompensiert). Es war ein sehr erfreuliches Erlebnis, das wir sicher wiederholen werden!