Archive for März, 2011

Meine Freundin ist “so kluk – K L U K”

Donnerstag, März 17th, 2011

Zitat: Homer Jay Simpson. (nicht, dass mich jemand für blöd hält oder so…)

Man man man. Nina hat gerade ihr Ergebnis der Masterarbeit bekommen. Sie hat eine 1,3 in der Abschlussarbeit und somit auch die Gesamtnote 1,3. Wenn das so weiter geht werde ich bald Herr Dr. Harraß.

Zur Feier haben wir uns gerade für 34$ 10 Dosen Bundy-Cola gekauft und machen uns jetzt einen schönen Abend.

Wir haben heute auch unser Auto reparieren lassen und haben jetzt eine neue Lichtmaschine.

Morgen geht es dann um 9 Uhr morgens wieder arbeiten wir sind Roadies bei Usher. (kotz)

Hier noch ein Foto von der schlauen Nina (bitte bedenkt, dass wir um 7 Uhr aufgestanden sind und ca 7 Stunden Zeitungen ausgetragen haben)

Lichtmaschine und die Öffentlichen

Montag, März 14th, 2011

INFORMATION:
Gestern ist uns die Lichtmaschine abgestorben, was uns dazu brachte, dass wir die Karre nicht mehr ohne Starthilfe anbekommen. Ein wenig läd das Teil noch, nur wenn wir Nachs mit Licht fahren saugen wir die Batterie leer.

BERICHT DER LETZTEN TAGE
Am Sonntag haben wir mal wieder einen Roadiejob bekommen, auf einem Technofestival (Future Music Festival). Da wir geldgeil sind, haben wir zugesagt, obwohl wir wussten, dass wir an diesem Tag Zeitung austragen müssen (ja, wir tragen 2 mal die Woche Zeitungen aus, ist ein super Grundverdienst, der uns wenigstens die Miete einbringt). Wir also da hin und 5 Stunden, nach guter Australienmanier gearbeitet. Sprich 3 Stunden stehen, anderen zugucken, mal über das Gelände laufen und 2 Stunden arbeiten. Abends sind wir dann nach Hause gefahren (Nachts, also mit eingeschaltetem Licht). Zuhause angekommen haben wir dann unser Auto mit den 600 zu verteilenden Zeitungen voll gepackt und wollten starten. Leider wollte das Cain nicht mitmachen… Unser super Mitbewohner hat uns dann Starthilfe gegeben und wir haben die Kiste einige Minuten laufen lassen. Mutig sind wir dann in unseren Block gefahren, wo wir das Auto dann nochmal 10 Minuten ohne Licht an stehen gelassen haben. Nach 3 Stunden verteilen war es dann auch fast 12 Uhr Nachts und wir waren wundgelaufen. Glücklicherweise sprang unser Auto dann wieder gut an und wir konnten die 3km nach Hause fahren.
Am Montag sollten wir dann wieder um 8 Uhr morgens auf dem Festival sein. Da wir aber Panik wegen dem Auto hatten, hat Nina eine Busfahrt geplant. Was soweit auch gut war, leider hatte uns aber keiner gesagt, dass am Montag nur in Adelaide ein Feiertag ist, daher ist unser Bus nicht gekommen und wir haben aus Zeitdruck ein Taxi nehmen müssen. Nach 4 Stunden Arbeit auf dem Festival sind wir dann mit dem Zug nach Hause gefahren.
Auf dem Festival waren wir für die Wellenbrecher zuständig. Wir haben also eine Stahl/Alu Wand rund um die 5 Bühnen gebaut. Die Stahteile wogen locken 40kg, die Aluteile 20kg. Wir haben ca 250 von diesen Dingern aufgestellt, was ein echter Knochenjob war. Da unsere Nacht ja auch noch so kurz war (wow, ganze 5 Stunden Schlaf), sind wir zu Hause nach einer Dusche in einen seeligen Schlaf gefallen. Auto zur Werkstatt bringen hat an einem Feiertag ja keinen Sinn. Nunja, um 8 Uhr Abends ging es dann mit dem Bus wieder zurück zum Festivalgelände, wo wir die Wellenbrecher wieder abgebaut haben. Diesmal haben wir das in 3 Stunden geschafft und konnten so um 1 Uhr auf den Weg nach Hause. Jetzt ist es in Adelaide (1,1 Millionen Einwohner) leider so, dass um die Uhrzeit nichts mehr fährt, kein Bus keine Bahn, einfach nichts. Daher mussten wir wieder ein Taxi nehmen.
Unterm Strich sind wir jetzt zwar total platt und haben wieder Ärger mit dem Auto, sind aber sehr zufrieden mit unserem Verdienst.
Was mich nur wundert ist, dass wir ca 10% unseres frisch verdienten Geldes für den Transport ausgegeben haben. Jetzt mögt ihr denken: “So ist das halt, bei 250 EUR Verdienst, darf ja auch mal 25 EUR Transport drin sein”. Wir haben aber auf Grund von Sonntags-, Feiertag- und Nacht-Zuschlags mal eben in den 2 Tagen soviel verdient, dass wir fast 6 Wochen unsere Miete bezahlen können.
Aber egal so ist das Leben hier unten.

Außerdem sind die anderen Roadies echt komische Menschen, ich habe heute einen Kollegen dabei beobachtet, wie er das Gelände nach Drogen abgesucht hat, er hat dann sogar mehrere weiße Pillen gefunden, die er aus dem Matsch gezogen hat und nach gründlicher Reinigung in seine Tasche steckte. WTF!

Und weil Ihr immer Fotos wollt hier noch ein Bild von mir nach einem verdammt harten Tag als Rodie

Als Roadies auf’m Soundwave 2011

Sonntag, März 6th, 2011

Juhu! Heavy Metal in Australien! In unseren fünf Monaten hier haben wir bisher nur eine Handvoll Metalheads gesehen. Da vermisst man schon evil old Germany, und da kam unser Job auf dem Soundwave gerade recht. Das Festival reist jedes Jahr durch die Hauptstädte von Australien und erfreut alle Freunde der härteren Musik. Dieses Jahr gab es acht Bühnen und eine Menge bekannte Bands, neben den Headlinern Iron Maiden unter anderem Queens of the Stone Age, Slayer, 30 Seconds To Mars, Bullet For My Valentine, Murderdolls, Millencolin, Pennywise, Rob Zombie, Dimmu Borgir usw.
Wir waren der “Iron Maiden Crew” zugeteilt und mussten um 11 Uhr morgens dort antanzen. Abends um 8 ging dann die Show von Maiden los, und in der Zwischenzeit wollte die Bühne vorbereitet werden. Unser Mitbewohner Justin, der uns den Job verschafft hat, war auch mit dabei, ebenso wie Dean, der vor uns in unserem Zimmer gewohnt hat. Unsere Aufgabe war es nun, auf Kommando der Bosse das Equipment aus den drei Iron Maiden-Trucks hinter die Bühne zu laden und beim Aufbau des Sets zu helfen.

Währenddessen spielten vorne auf der Bühne schon die kleineren Bands, die natürlich alle nicht so eine tolle Ausstattung hatten. Ich war überrascht, dass der Unterschied zwischen Headlinern und “normalen” Bands SO groß ist. Irgendwie war die Planung der Organisatoren allerdings nicht so ausgereift, denn die meiste Zeit standen wir nur rum und hatten nichts zu tun. Die Crew war so zahlreich, dass nicht wirklich effizient gearbeitet werden konnte und die meiste Zeit aus Warten auf Anweisungen bestand (zu viele Helfer, zu wenig Chefs und insgesamt zu wenig zu tun). Nur gut, dass wir uns im bereitgestellten Kühlschrank mit Wasser und Energydrinks versorgen konnten.

Für’s rumsitzen 20 Dollar die Stunde bekommen ist aber auch schön. Das sahen die Chefs nicht so, weshalb wir um 15 Uhr in die Pause geschickt wurden und um 22 Uhr zum Abbauen zurückkommen sollten.

Was für ein Glück, dass genau in dieser Zeit Dimmu Borgir, Rob Zombie und natürlich Maiden spielten! Mit unseren Crewbändchen konnten wir gemütlich im Backstagebereich rumspazieren und die Menschenmassen auf dem Weg zur Metalbühne am anderen Ende des Festivals vermeiden. Eine Band wie Dimmu, die in Europa dicker Headliner auf Festivals wie Wacken ist, wird in Australien auf “Stage 3″ gesteckt und hat deutlich weniger Zuschauer als Zuhause. Die Show und die Kostüme haben trotzdem ordentlich gerockt. Nach 40 Minuten war die Show allerdings auch schon vorbei.

Besonders gefreut habe ich mich allerdings über die Möglichkeit, endlich mal Rob Zombie live zu sehen. Und ich muss sagen: Neben Apocalypitca wohl die BESTE Liveshow, die ich bisher gesehen hab! Es gab einfach alles: Eine 30 cm lange Zombiehand an Robs Arm, ins Publikum geschossene aufblasbare Wasserbälle und Gummihaie (wir sind ja in Australien…), Videos auf Leinwand zu jedem Song, eine geniale Songauswahl, tobendes Publikum, coole Kostüme und ein sehr symapthischer und lustiger Mr. Zombie. Allein dafür hat sich der Roadiejob gelohnt! Auch hier war allerdings die Spielzeit auf 50 Minuten beschränkt.

Die restliche Zeit haben wir dann hinter der Hauptbühne verbracht, um auf unsere Schicht zu warten. Na, wer erkennt den Zylindermann, der dort an uns vorbeilief? ;)


Von 22 bis 1 Uhr haben wir dann die Hauptbühne abgebaut. Nachdem wir mit dem Maiden-Set fertig waren, haben wir noch den Audio- und Lichtcrews geholfen, alles einzupacken und die unzähligen Kisten Tetris-mäßig in den Trucks zu verstauen. Zwischendurch wurde ich auch unter die Bühen geschickt, um Kabel anzureichen; sieht schon lustig aus von da unten. Gegen 1 Uhr haben wir dann Justin eingesammelt, der den Abend mit Feiern auf dem Gelände verbracht hatte, und sind nach Hause gefahren, froh, dass der Tag geschafft war.

Meiner Meinung nach war die ganze Geschichte ein super Job: Die Bezahlung ist gut, der Job ist nicht zu hart (wobei nomalerweise wohl deutlich mehr zu tun ist, wie unsere Kollegen sagten), wir kamen umsonst auf ein $160-Rock-Festival und konnten dort Rob Zombie sehen. Juhu!
Für die Fanboys: David trägt Iron Maiden Drums!!! ;)

Jobben in Adelaide

Freitag, März 4th, 2011

Nach nun fast einem Monat in Adelaide haben wir es noch immer nicht geschafft, einen richtigen Job zu bekommen. Daher hat Nina viel Zeit investiert und hat das Internet nach kleinen Nebenjobs durchsucht. Und einige gefunden. Wir sind jetzt Gärtner, Zeitungsausträger, Dachdecker und Informatiker. Aber den besten Job hat uns Justin, unser WG-Leiter, besorgt. Am Samstag ist hier ein riesiges Metalfestival und wir werden dort arbeiten. Natürlich wäre es ja langweilig, dort den Müll einzusammeln oder sowas, daher hat er uns einen Job besorgt, bei dem wir die Bühne auf- und wieder abbauen. Da dies ja auch noch zu langweilig wäre, wurden wir für IRON MAIDEN eingetreilt!!! Muhahahahaa. Wir sind Roadies für Iron Maiden.