Als Roadies auf’m Soundwave 2011

Juhu! Heavy Metal in Australien! In unseren fünf Monaten hier haben wir bisher nur eine Handvoll Metalheads gesehen. Da vermisst man schon evil old Germany, und da kam unser Job auf dem Soundwave gerade recht. Das Festival reist jedes Jahr durch die Hauptstädte von Australien und erfreut alle Freunde der härteren Musik. Dieses Jahr gab es acht Bühnen und eine Menge bekannte Bands, neben den Headlinern Iron Maiden unter anderem Queens of the Stone Age, Slayer, 30 Seconds To Mars, Bullet For My Valentine, Murderdolls, Millencolin, Pennywise, Rob Zombie, Dimmu Borgir usw.
Wir waren der “Iron Maiden Crew” zugeteilt und mussten um 11 Uhr morgens dort antanzen. Abends um 8 ging dann die Show von Maiden los, und in der Zwischenzeit wollte die Bühne vorbereitet werden. Unser Mitbewohner Justin, der uns den Job verschafft hat, war auch mit dabei, ebenso wie Dean, der vor uns in unserem Zimmer gewohnt hat. Unsere Aufgabe war es nun, auf Kommando der Bosse das Equipment aus den drei Iron Maiden-Trucks hinter die Bühne zu laden und beim Aufbau des Sets zu helfen.

Währenddessen spielten vorne auf der Bühne schon die kleineren Bands, die natürlich alle nicht so eine tolle Ausstattung hatten. Ich war überrascht, dass der Unterschied zwischen Headlinern und “normalen” Bands SO groß ist. Irgendwie war die Planung der Organisatoren allerdings nicht so ausgereift, denn die meiste Zeit standen wir nur rum und hatten nichts zu tun. Die Crew war so zahlreich, dass nicht wirklich effizient gearbeitet werden konnte und die meiste Zeit aus Warten auf Anweisungen bestand (zu viele Helfer, zu wenig Chefs und insgesamt zu wenig zu tun). Nur gut, dass wir uns im bereitgestellten Kühlschrank mit Wasser und Energydrinks versorgen konnten.

Für’s rumsitzen 20 Dollar die Stunde bekommen ist aber auch schön. Das sahen die Chefs nicht so, weshalb wir um 15 Uhr in die Pause geschickt wurden und um 22 Uhr zum Abbauen zurückkommen sollten.

Was für ein Glück, dass genau in dieser Zeit Dimmu Borgir, Rob Zombie und natürlich Maiden spielten! Mit unseren Crewbändchen konnten wir gemütlich im Backstagebereich rumspazieren und die Menschenmassen auf dem Weg zur Metalbühne am anderen Ende des Festivals vermeiden. Eine Band wie Dimmu, die in Europa dicker Headliner auf Festivals wie Wacken ist, wird in Australien auf “Stage 3″ gesteckt und hat deutlich weniger Zuschauer als Zuhause. Die Show und die Kostüme haben trotzdem ordentlich gerockt. Nach 40 Minuten war die Show allerdings auch schon vorbei.

Besonders gefreut habe ich mich allerdings über die Möglichkeit, endlich mal Rob Zombie live zu sehen. Und ich muss sagen: Neben Apocalypitca wohl die BESTE Liveshow, die ich bisher gesehen hab! Es gab einfach alles: Eine 30 cm lange Zombiehand an Robs Arm, ins Publikum geschossene aufblasbare Wasserbälle und Gummihaie (wir sind ja in Australien…), Videos auf Leinwand zu jedem Song, eine geniale Songauswahl, tobendes Publikum, coole Kostüme und ein sehr symapthischer und lustiger Mr. Zombie. Allein dafür hat sich der Roadiejob gelohnt! Auch hier war allerdings die Spielzeit auf 50 Minuten beschränkt.

Die restliche Zeit haben wir dann hinter der Hauptbühne verbracht, um auf unsere Schicht zu warten. Na, wer erkennt den Zylindermann, der dort an uns vorbeilief? ;)


Von 22 bis 1 Uhr haben wir dann die Hauptbühne abgebaut. Nachdem wir mit dem Maiden-Set fertig waren, haben wir noch den Audio- und Lichtcrews geholfen, alles einzupacken und die unzähligen Kisten Tetris-mäßig in den Trucks zu verstauen. Zwischendurch wurde ich auch unter die Bühen geschickt, um Kabel anzureichen; sieht schon lustig aus von da unten. Gegen 1 Uhr haben wir dann Justin eingesammelt, der den Abend mit Feiern auf dem Gelände verbracht hatte, und sind nach Hause gefahren, froh, dass der Tag geschafft war.

Meiner Meinung nach war die ganze Geschichte ein super Job: Die Bezahlung ist gut, der Job ist nicht zu hart (wobei nomalerweise wohl deutlich mehr zu tun ist, wie unsere Kollegen sagten), wir kamen umsonst auf ein $160-Rock-Festival und konnten dort Rob Zombie sehen. Juhu!
Für die Fanboys: David trägt Iron Maiden Drums!!! ;)

7 Responses to “Als Roadies auf’m Soundwave 2011”

  1. Daniel Says:

    Ich bin ja sowas von neidisch. Aber mega geil was ihr da unten so alles erlebt… Thumbs up!!! :-)

  2. Otto Says:

    Das ist das schönste an diesem Job, man bekommt Geld, um an den Orten zusein, wo für andere sich einen Arm ausreißen würden.

  3. Heiko Says:

    Hahah, sehr, sehr geil. Das ist ungefähr vergleichbar wie für mich mit Aussteller Ticket über alle Gaming Messen zu rennen :)

    Rob Zombie bin ich schon neidisch!

  4. carmelo Says:

    heyho,

    hab schon länger nicht mehr reingeschaut, ihr seit ja richtig fleissig da unten^^

    Muss eine echt geile erfahrung gewesen sein, so backstage.

    so long!
    carme

  5. Anni Says:

    Slash!!!
    Ich bin echt neidisch auf euch, toll was ihr so erlebt :)

    Ich glaub ich werd mir im Sommer dann doch das Rom Zombie Konzert anschauen, hört sich klasse an!

  6. philip Says:

    damn. neid purer neid.

  7. Frank Karius Says:

    Ahhhrggg!!! The Godness Drums of Nico McBrain !!!!! Der totale Neid auf den Gangster prasselt ! Hab ich schon erwähnt, dass ich die ganze Zeit heule seitdem ich weiss, dass ihr die Maiden Klamotten tragt? Ahhhrrrrgggg!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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