Archive for the ‘Work’ Category

Schluchten, Wasserfälle und Billabongs…

Montag, Juli 11th, 2011

Huhu,

entschuldigung, dass ihr so lange nichts von mir gehört habt! Irgendwie habe ich hier immer was zu tun, so dass ich manchmal mit dem Blog schreiben nicht hinterherkomme.
Unter der Woche arbeite ich ja im Language Centre und ich muss sagen, dass das Praktikum noch viel besser ist, als ich erwartet hatte. Ich habe mir nun diverse kleine und größere Projekte gesucht und freue mich, dass ich tatsächlich was Sinnvolles zum Geschehen beitragen kann und nicht nur Kaffee kochen oder kopieren muss.
Das Centre ist allerdings auch überschaubar: Lediglich Knut arbeitet Vollzeit, unsere Admin-Officerin (?) Glenda ist den halben (oder Dreiviertel-?) Tag da, die Bookkeeperin (Gayle und ab heute dann Elizabeth) einmal die Woche, und die Projekt-Linguistin Frances hat auch einen Halbtagsjob. Sie arbeitet die andere Hälfte ihrer Zeit an der Nachbarsprache und ist auch diejenige, die vor etwa 40 Jahren die erste Dokumentation zum Miriwoong angefangen hat, nur mit Kassettenrekorder, Notizheft und einem Auto ausgestattet.
Außerdem haben wir noch etwa 5 Language Workers (also Miriwoong-Muttersprachler oder Fast-Muttersprachler), die an sich täglich von 8-12 arbeiten sollten. In der Realität können wir allerdings froh sein, wenn sie von Monatgs bis Mittwochs auftauchen.
Meistens werden sie zur Zeit von mir für Audioaufnahmen in Beschlaf genmmen. Im Moment arbeite ich nämlich daran, ausgesuchte Lexikoneinträge (so etwa 1500, schätze ich mal) als Audiofiles verfügbar zu machen und dabei so viele Sprecher wie möglich aufzunehmen. Langfristig soll das Ganze dann auch veröffentlicht werden, damit Linguisten und andere Interessierte auch was davon haben. :D
Ansonsten werkel ich noch an den Sprachkursen rum, schreibe an einem Kapitel über die Syntax (denn irgendwie hat dazu noch niemand was zu Papier gebracht), bereite den Seasonal Calendar als Booklet auf, erstelle mit Glennis ihren Stammbaum (zur Zeit 150 Personen und kein Ende in Sicht! Hat sie alles im Kopf! O_o), und, und, und… Ich habe also massig zu tun und bin total happy mit dem Job, besonders auch mit den netten Kollegen.
Und das ist ist -tatataa!- mein Arbeitsplatz:

Hier der Innenhof vom Language Centre. Im Raum rechts finden Language Classes und Meetings statt, rechts hinter uns ist das schallisolierte Aufnahmestudio und links im Gebäude ist unser Büro, Rezeption und Arbeitszimmer für die Language Workers.

Nun aber mal zu den Ereignissen der letzten Wochen:

Vor einem Monat waren wir mit der Arbeit für drei Tage im Keep River National Park und haben dort gecampt und kulturelle Aktivitäten (genauer: einen bestimmten Tanz) dokumentiert. Ich war für eine der Language Centre Kameras verantwortlich und abgesehen davon haben wir uns die Zeit im Nationalpark vertrieben.
Unser Camp war in einer ehemaligen Community, die aus ein paar Hütten bestand. Leider hatte die Regierung beim Bau nicht bedacht, dass die Gegend in der Wet Season so gut wie unbefahrbar ist, also wurde die Community von den Aborigines zunächst nur temporär bewohnt und später komplett verlassen. Eine Schande, denn der Ort ist wirklich total schön gelegen, am Fuße eines Berges und direkt mit anschließendem Billabong voller Seerosen.
Die verschiedenen Familien haben sich nach der Ankunft auf dem Gelände verteilt und ihre Lager aufgeschlagen. Ich habe zusammen mit Frances gecampt. Sie hat einen Pickup, in dem hinten eine Matratze eingebaut ist, auf der sie total bequem schlafen kann. Ich war ein bisschen neidisch mit meinem mickrigen Zelt. ;)

Für Essen für alle wurde von Sonya gesorgt. Sie ist Geomorphologin, spezialisiert auf Flussbetten, und arbeitet mit diversen Aborigine-Gruppen zusammen.

Wir hatten außerdem einen “Killer”, also ein ganzes (!) Rind, das frisch geschlachtet angeliefert und an alle verteilt wurde. Frances hat daraus unter anderem ein sehr leckeres Stew gekocht. Sie hatte außerdem Lust auf ein bisschen Leber und hat um ein Stück gebeten. Das hier hat sie bekommen: :D

Sehr lecker! Wir haben allerdings nicht alles geschafft…

Das Land gehört traditionellerweise bestimmten Mitgliedern der Community, die Fremde durch eine kleine Zeremonie begrüßen. Dabei wird man dem Land vorgestellt und mit ein bisschen Wasser besprenkelt. Neben mir waren noch zwei der Nationalpark-Ranger, Adrian und Yuki-san, neu an dem Ort, so dass wir zusammen das “Welcome to Country” erleben durften.

Yuki-san ist auch ein bemerkenswerter Mensch: Er hat 19 Jahre lang daran gearbeitet, endlich Nationalpark-Ranger in Australien werden zu können und es schlussendlich geschafft. Zwischendurch hat er schon Erfahrungen zu Hause in Japan und in Kanada sammeln können, immer mit dem Ziel, irgendwann endlich nach Australien zu kommen. Wir haben uns gut unterhalten und er hat sich gefreut, dass ich ein paar Brocken Japanisch kann (“Watashi-wa nihongo-o hanashimasen” ;) ).

Mit Sonya und einigen Mädels und Frauen sind wir spter zu einer Furt am Keep River gefahren und haben uns dort ein bisschen umgeschaut.

Eine Cane Toad haben wir dort auch gesehen und direkt flogen die Steine auf das Mistvieh – nachdem sie ursprünglich mal in Queensland zur Insektenvernichtung eingesetzt wurden, arbeiten die giftigen Kröten sich nun immer weiter nach Westen vor und bedrohen die einheimischen Tierarten.

Ein weiterer Punkt auf dem Plan für das Camp war die Besichtigung einer Rock Art Site, die durch ein Buschfeuer zerstört wurde. Der Platz ist wirklich einmalig gelegen, in einer Art Höhle, die nach beiden Seiten hin offen ist. Normalerweise kommen die Buschfeuer nicht so weit in die Höhle, aber da der Nationalpark Geländer aus Plastik für Besucher angebracht hatte, entwickelten sich beim Brand Dämpfe, die die Malereien geschwärzt haben. Zur Diskussion über Restaurationsarbeiten haben wir uns den Ort also angesehen.

Im Anschluss daran haben einige Männer Paperbark-Rinde gesammelt, um daraus Hüte für die Tanzaufführung herzustellen. Tolle Formen und jedes Stück absolut einzigartig! Später wurden sie noch mit weißem Pigment bemalt. Sonya und ich haben mal probegetragen. :D

Später saßen wir im Camp, wo Glennis und ihre Schwestern mir ein bisschen Kriol beigebracht haben. Das ist eine englischbasierte Kreolsprache, die von den Aborigines in Northern Territory und Kimberley gesprochen wird, und die neben Englisch ein Faktor für das Aussterben der traditionellen Sprachen ist. Trotzdem: Ai laikim Kriol! (oder so…)
Und hier sind Glennis (Mitte), eine ihrer Schwestern und ihre Enkeltochter. Und ich.

Der große Tanz fand dann am letzten Abend statt. Es war wohl eine Art Musical, das eine Geschichte in mehreren Akten erzählte. Allerdings habe ich keine Ahnung, wovon es handelte. Frances hat alles mit den alten Damen vorbereitet und ich hoffe, dass sie mir noch erzählt, worum es ging. Hier sieht man auch nochmal die schönen Merndang-Hüte, diesmal in weiß. :)

Das Tanz-Camp war für mich klasse, aber ich habe hier auch nochmal gesehen, was für ein Wahnsinnsaufwand es ist, diese kulturellen Aktivitäten zu organisieren. Das kann man sich vorher gar nicht vorstellen, und dass alles doch ganz anders kommt als geplant ist die Regel. Knut sagt mir immer wieder, dass man als feldforschender Linguist immer diverse Ausweichpläne parat haben muss. In der Tat!

Am nächsten Wochenende ging es dann wieder in die Wildnis: Diesmal allerdings privat mit Knuts Familie. Zur Zeit sind auch seine Schwiegereltern zu Besuch. Sie sind eigenlich Leverkusener (dank Bayer), leben aber mittlerweile in Schweden. Unsere gemeinsame Wanderung ging zu einer Schlucht namens Packsaddle Springs, die ein paar km von Kununurra entfernt liegt und einen nach einer etwa zweistündigen Wanderung durch das Flussbett mit einem gigantischen Wasserfall belohnt. Aber zuerst ging es durch den Busch, über Sand, durch den Fluss, über Felsen und an steilen Abhängen entlang. Seinen Ausblick muss man sich redlich verdienen, aber auch der Weg dorthin war (wie immer… ;) ) wunderschön.






Die typische Familienvater-Position am Rand der Klippe. Wenn ich mich nicht täusche, gibt es ähnliche Fotos sowohl von Papa als auch von Ulf-D. ;)

Für den Ausblick überwinde ich auch meine Höhenangst. :)

In der Nähe von Packsaddle Springs ist außerdem das Zebra-Rock-Café, wo man die namensgebenden gestreiften Steine kaufen kann. Die sehen aus wie angemalt, werden aber tatsächlich so aus dem Gestein geholt. Das Café liegt direkt am Lake Kununurra (eine gestaute Passage des Ord River) und man hat einen schönen Blick auf den Sleeping Buddha, und besonders auf den Teil der Formation, der “Elephant Rock” genannt wird.

Letzten Freitag hatte Frances auch Besuch von Verwandten und hat ihnen ebenfalls die Gegend gezeigt. Wieder einmal hatte ich das Glück, eingeladen zu werden, und so sind wir zu diversen Wasserlöchern in der Gegend gefahren, die bei Touristen noch nicht so bekannt sind. Das ist auch gut so, denn dort ist nur wenig Platz und mehr als eine Besuchergruppe passt dort nicht hin.
Am ersten Platz hat Frances uns auf Miriwoong dem Land vorgestellt und unseren Besuch erklärt, als Ersatz für ein traditionelles “Welcome to Country”. Danach waren wir in dem grandiosen Billabong baden, wirklich schön! Es waren jede Menge kleine Fische im Wasser, die in dichten Schwärmen um uns rumschwammen.



Hier sind (von links nach rechts) Michael, Ann, Frances und Bill vor dem Blackrock-Billabong.

Wie man sieht, hat Frances ebenfalls eine Vorliebe für ausgefallene Kopfbedeckungen: Sie sammelt Strohhüte und hat über zehn verschiedene. :D Mit ihrer Cousine und deren Familie habe ich mich auch total gut verstanden. Sie reisen gerade durch den Norden von Australien und kommen eigentlich aus Sydney. Beim gemeinsamen Essen später am Abend bei Frances haben sie mir von ihren Reisen, unter anderem nach Alaska, Russland und Cape York (in Australien) erzählt. Das war richtig spannend. Zum kröndenden Abschluss des Tages gab es einen köstlichen Apple-and-Berry-Pie mit Vanilleeis von Frances, der Beates Zitronenkuchen ernsthaft Konkurrenz macht. ;)

Letzten Samstag war wieder was los in Kununurra, denn die Agriculture Show fand statt. Das ist eine Mischung aus Kirmes und Landwirtschaftsmesse und die Stadt ist mal wieder voll mit Leuten. Es gab zig verschiedene Wettbewerbe, vom Schönsten Garten über die Leckersten Pancakes bis zur Besten Hutsammlung (hihi). Außerdem wurden diverse Wettbewerbe wie Tauziehen (in Achtmannteams) oder Rasenmäher-Wettrennen ausgetragen. Ich habe die Gelegenheit genutzt und mir einen echten australischen Cowboyhut gekauft. Endlich!

Btw: Das hier ist ein Geflügel (keine Ahnung, was für eins genau):

Gestern ging es dann wieder mit Knut und erweiterter Familie auf eine Wanderung, diesmal in der Nähe von El Questro Station auf der Gibb River Road. Wir waren die Schotterstraße ja vor etwa einem Monat schonmal gefahren, und da war der Zustand grandios, da der Grader kurz vorher die Strecke planiert hatte. In der kurzen Zeit seitdem hat sich die Straße aber drastisch verändert, und durch die Corrugations (Wellblechrillen) wird man ganz schön durchgeschüttelt. Dennoch ist es erstaunlich voll dafür, dass es sich eigentlich um eine der einsamsten Regionen Australiens handelt. Die Vorzüge der Kimberley haben sich wohl unter den Touristen rumgesprochen, und die Einsamkeit muss man nun mit vielen anderen Leuten teilen. Aber man kann ja niemandem einen Vorwurf draus machen, denn hier ist es einfach zu schön. :)
Am Morgen sind wir zu einer warmen Quelle gefahren. Dort sprudeln unter hohen Palmen kleine Wasserfälle und befüllen einige Billabongs, in denen man sich treiben lassen kann. Gemütlich wie in einer Badewanne und von Palmen beschattet. Wäre es ein bisschen weniger gut besucht, dann wäre es wirklich unschlagbar!

Danach wurde eine weitere Schlucht erwandert, diesmal die Moonshine Gorge. Der Weg war noch anstrengender als Packsaddle Springs, so dass wir für 5km etwa 2 1/2 Stunden gebraucht haben. Wieder ging es über Geröll, Sand und Felsen, sowie insgesamt sechs mal durch den Fluss. Puh!



Zum Glück gab es danach Lunch in Form von selbstgemachtem Sushi, sehr lecker!

Hier noch zwei “Touristenfotos” vom Anfang der Gibb River Road.

Übrigens, vor ein paar Tagen hat Glennis mir Boabnüsse geschenkt, die sie mit Schnitzereien verziert hat. Am Keep River hatte ich mir von ihr zeigen lassen, wie sie das macht, aber ich habe es irgendwie nicht richtig hinbekommen. Also hat sie mir welche geschnitzt, total nett! :D

Diese hier ist von ihrem Mann, den sie auch bequatscht hat, mir eine zu machen. :)

So, das war’s für heute. Glückwunsch an alle, die es bis hierher geschafft haben. ;)

Alltag in Kununurra

Sonntag, Mai 29th, 2011

So, jetzt bin ich schon etwas mehr als einer Woche in Kununurra und da so viele Anfragen kamen, werde ich mal ein bisschen was über meinen Alltag hier erzählen.

Wie schon erwähnt handelt es sich bei Kununurra um einen 6000-Einwohner-Ort an der Grenze zum Northern Territory. Wenn man die Kimberley-Region bereisen möchte, dann ist das hier ein guter Startpunkt. Durch einen Staudamm am Lake Argyle und am Lake Kununurra ist die Wasserversorgung gesichert, so dass es hier jede Menge Landwirtschaft gibt. Daher sind auch ziemlich viele Asiaten in dem Hostel, in dem ich wohne, da die alle auf den Feldern arbeiten. Die Stadt selbst ist noch ziemlich jung und ist erst in den 60er Jahren entstanden, zusammen mit dem Damm.
Es gibt einen Berg, Kelly’s Knob, der Kununurra “überragt” und nördlich an die Stadt angrenzend einen kleinen Nationalpark, Hidden Valley bzw Mirima NP. Er wird auch “Kleine Bungle Bungles” genannt, nach einem bekannteren Nationalpark ein paar 100km entfernt, der ähnliche (wenn auch viel größere) Gesteinsformationen aufweist. So sehen die aus:

Die Landschaft hier finde ich total mitreißend und gestern haben Knut und Michaela (mein Praktikumsleiter und seine Frau) mich mal in ihren Landcruiser gepackt und mir ein bisschen die Gegend gezeigt. Sie hatten mich am Montag schon zum essen eingeladen (es gab Spaghetti Carbonara und Papaya aus dem Garten), total nett! :)

Wir haben uns eine Aborigine-Malerei etwas nördlich von Kununurra angesehen, aber davon war leider nicht mehr viel übrig, da alles durch ein Buschfeuer geschwärzt war. Bis auf zwei asphaltierte Straßen gibt es nördlich von Kununurra übrigens bis zum Meer nur noch Schotterpiste. Man fühlt sich schon sehr im Nirgendwo!

Danach ging’s zum Invanhoe Crossing, einer asphaltierten Furt (die auch einen fünfsekündigen Auftritt im Film “Australia” hatte). Normalerweise ist sie um diese Jahreszeit befahrbar, aber da die Wet Season dieses Jahr so ausgeprägt war, war der Fluss noch deutlich höher als gewöhnlich. Die Schleusen am Lake Argyle und am Lake Kununurra sind im Moment weit geöffnet, da der Lake Argyle noch 8m über dem normalen Pegel liegt. Um Wasserknappheit braucht man sich trotz den Trockenheit hier keine Sorgen zu machen!



Wenn man genau hinsieht kann man erkennen, dass dort zwei Männer mit Hund und Bier an einem Picknicktisch im Wasser sitzen. Normalerweise ist dort der Parkplatz und man kann da Rast machen. Sorry, das Foto ist gegen die Sonne fotografiert und sie stand schon tief.

Gut gefallen mir hier auch die für die Region typischen Bäume, die Boabs. Das Mirwoong-Wort dafür habe ich auch schon gelernt. ;) Die Exemplare auf dem Bild sind nicht so beeindruckend, aber manche haben wirklich lustig flaschenförmige Stämme. Die großen Früchte haben ein weißes trockenes Inneres, das man wohl essen kann, wie mir eine der Language Workerinnen erzählte. Ich habe eben mal eine gesammelt und etwas gekostet. Naja, etwas merkwürdig, der Geschmack.

Ein weiterer markanter Berg neben Kelly’s Knob ist der “Sleeping Buddha” bzw. “Elephant Rock” südlich vom Highway und hinter’m Lake Kununurra.

Damit ihr wisst, wie ich wohne sind hier auch ein paar Fotos vom Hostel, in das ich letzten Montag umgezogen bin. Hier habe ich ein Dreibettzimmer mit Kühlschrank, Fernseher und eigenem Bad für mich alleine. Sehr luxuriös!

Nur die Küche ist der absolute Alptraum, da sich die potentiellen 130 Bewohner des Hostels insgesamt nur drei Herde teilen müssen, die in desolatem Zustand sind. Der Vorteil an meiner Bleibe ist, dass direkt auf der anderen Straßenseite der größte Supermarkt in Kununurra liegt, wo ich meine Lebensmittel kaufe. Sehr praktisch! Hier mal der Blick von meiner Zimmertür zur Straße:

Und hier der Innenhof:

Von meinem Praktikumsplatz habe ich leider noch keine Fotos. Aber ich habe ja noch 9 Wochen Zeit, das nachzuholen.
Für alle, die es noch nicht wissen: Ich arbeite im Mirima Dawang Woorlab-gerring Language and Culture Centre (=”Mirima Place for Talking”). Dort versucht man, die lokale Aborigine-Sprache, das Miriwoong, zu dokumentieren und nach Möglichkeit auch zu erhalten. Letzteres gestaltet sich als recht schwierig, da es nur noch unter 20 Muttersprachler gibt und diese alle schon Senioren sind. Der letzte Sprecher der benachbarten Sprache Gajirrabeng ist beispielsweise letztes Jahr verstorben. :(
Ich arbeite dort jedenfalls mit Knut (der auch in Düsseldorf Linguistik studiert hat) und den Aboriginal Language Workers (allesamt super nett) an verschiedenen Projekten, u.a. an der Aufbereitung der Materialien zu den Sprachkursen und an einem Überblick über die Syntax. Es ist total spannend, mal linguistische “Feldforschung” live durchzuführen und die ganzen Probleme, die so auftreten, mitzuerleben. Wenn man deutsche Effizienz gewöhnt ist, dann muss man sich auf jeden Fall sehr umstellen, ganz zu schweigen von den Problemen innerhalb der Communities. Da ist Berlin-Neukölln nichts gegen. Ahem.

Nunja, der “Ältestenrat” der Community hat vor einigen Jahren das Language Centre und weitere Institutionen ins Leben gerufen, um die Kultur zu erhalten und die Leute zu unterstützen. Im ganzen Land liegt hier jedenfalls einiges bezüglich der Aborigines im Argen, und daran sind sicher nicht die Schwarzen allein schuld. Wenn man sich die Geschichte Australiens der letzten Jahrhunderte im Hinblick auf die Aborigines mal anguckt, dann braucht man sich nicht wundern, dass es heute einen Haufen Probleme gibt. Das scheint den weißen Australiern allerdings nicht bewusst zu sein, denn jeder lästert hier fröhlich über die blöden “Nigger”, die nichts anderes tun als im Park zu sitzen und zu saufen. Reflexion zur jüngeren Geschichte ist hier von Seiten der weißen Australier jedenfalls nicht zu spüren. Eine Entschuldigung der Regierung zur “Stolen Generation”, also der Entführung von Halb-Aborigine-Kindern in Umerziehungslager bis in die 1960er, ist beispielsweise erst 2008 erfolgt!
Im Gegensatz dazu finde ich die Vergangenheitsbewältigung in Deutschland vorbildlich, wenn ich das mal so arrogant sagen darf.

Nunja, das hier ist ja ein Reiseblog und keine politisches Blog, daher soll das nun nicht zu sehr ausufern, aber wenn man mit Aborigines zusammenarbeitet und die Zustände sieht, dann ist einem das halt nicht egal…

Wie auch immer, die Arbeit macht jedenfalls sehr viel Spaß, auch wenn ich diese erste Woche noch nicht viel Produktives geleistet habe. Ich habe an vielen Informations-Seminaren teilgenommen, u.a. den Sprachkursen für die Girls und der ersten Sprachkurs-Stunde für die Public Class. Außerdem saß ich beim “Ältestenratstreffen” dabei, wo ich einen guten Einblick in den Organisationsablauf des Language Centres und der Community bekommen habe. Außerdem habe ich an einem eintägigen “Cultural Awareness Training” teilgenommen, in denen man einen Überblick über die kulturellen Unterschiede zwischen Miriwoong und Weißen bekommen hat. Das war sehr spannend und ich nehme an, dass es gerade mal an der Oberfläche gekratzt hat. Leider sind die Miriwoong mit ihrer Informationspolitik sehr strikt, so dass ich keine Beispiele geben darf. Information sollte nämlich nur persönlich von Angesicht zu Angesicht übergeben werden. Hups, jetzt habe ich doch was verraten. ;)

Montag (also morgen) werden wir mit dem Centre einen Buschtrip machen, denn die Miriwoong haben einen “Native Title” zugesprochen bekommen, was heißt, dass die Regierung anerkennt, dass ein bestimmter Teil des Landes tatsächlich traditionell ihnen gehört. Das wird mit einer Zeremonie und (ich glaube) ein paar Regierungsvertretern gefeiert und danach übernachten wir im Busch. Ich freu mich und bin gespannt, wie das so alles abläuft!

Zum Abschied noch ein Foto vom Straßenfest letzten Samstag. Dort gab es eine Lichterparade und ein riesiger Barramundi wurde durch die Straßen getragen. :)

Oh, und noch eins: Lake Kununurra am Swim Beach:

Der neue Job… in Deuschland

Mittwoch, Mai 25th, 2011

Da es jetzt offiziell ist hier noch kurz, für alle die es noch nicht mit bekommen haben:
Ich (David) bin wieder in Deutschland und werde ab 01.06. in einer “gehobenen” Position wieder in der IKB arbeiten.

Das soll reichen :)

PS: Ich vermisse Nini so sehr

Lichtmaschine und die Öffentlichen

Montag, März 14th, 2011

INFORMATION:
Gestern ist uns die Lichtmaschine abgestorben, was uns dazu brachte, dass wir die Karre nicht mehr ohne Starthilfe anbekommen. Ein wenig läd das Teil noch, nur wenn wir Nachs mit Licht fahren saugen wir die Batterie leer.

BERICHT DER LETZTEN TAGE
Am Sonntag haben wir mal wieder einen Roadiejob bekommen, auf einem Technofestival (Future Music Festival). Da wir geldgeil sind, haben wir zugesagt, obwohl wir wussten, dass wir an diesem Tag Zeitung austragen müssen (ja, wir tragen 2 mal die Woche Zeitungen aus, ist ein super Grundverdienst, der uns wenigstens die Miete einbringt). Wir also da hin und 5 Stunden, nach guter Australienmanier gearbeitet. Sprich 3 Stunden stehen, anderen zugucken, mal über das Gelände laufen und 2 Stunden arbeiten. Abends sind wir dann nach Hause gefahren (Nachts, also mit eingeschaltetem Licht). Zuhause angekommen haben wir dann unser Auto mit den 600 zu verteilenden Zeitungen voll gepackt und wollten starten. Leider wollte das Cain nicht mitmachen… Unser super Mitbewohner hat uns dann Starthilfe gegeben und wir haben die Kiste einige Minuten laufen lassen. Mutig sind wir dann in unseren Block gefahren, wo wir das Auto dann nochmal 10 Minuten ohne Licht an stehen gelassen haben. Nach 3 Stunden verteilen war es dann auch fast 12 Uhr Nachts und wir waren wundgelaufen. Glücklicherweise sprang unser Auto dann wieder gut an und wir konnten die 3km nach Hause fahren.
Am Montag sollten wir dann wieder um 8 Uhr morgens auf dem Festival sein. Da wir aber Panik wegen dem Auto hatten, hat Nina eine Busfahrt geplant. Was soweit auch gut war, leider hatte uns aber keiner gesagt, dass am Montag nur in Adelaide ein Feiertag ist, daher ist unser Bus nicht gekommen und wir haben aus Zeitdruck ein Taxi nehmen müssen. Nach 4 Stunden Arbeit auf dem Festival sind wir dann mit dem Zug nach Hause gefahren.
Auf dem Festival waren wir für die Wellenbrecher zuständig. Wir haben also eine Stahl/Alu Wand rund um die 5 Bühnen gebaut. Die Stahteile wogen locken 40kg, die Aluteile 20kg. Wir haben ca 250 von diesen Dingern aufgestellt, was ein echter Knochenjob war. Da unsere Nacht ja auch noch so kurz war (wow, ganze 5 Stunden Schlaf), sind wir zu Hause nach einer Dusche in einen seeligen Schlaf gefallen. Auto zur Werkstatt bringen hat an einem Feiertag ja keinen Sinn. Nunja, um 8 Uhr Abends ging es dann mit dem Bus wieder zurück zum Festivalgelände, wo wir die Wellenbrecher wieder abgebaut haben. Diesmal haben wir das in 3 Stunden geschafft und konnten so um 1 Uhr auf den Weg nach Hause. Jetzt ist es in Adelaide (1,1 Millionen Einwohner) leider so, dass um die Uhrzeit nichts mehr fährt, kein Bus keine Bahn, einfach nichts. Daher mussten wir wieder ein Taxi nehmen.
Unterm Strich sind wir jetzt zwar total platt und haben wieder Ärger mit dem Auto, sind aber sehr zufrieden mit unserem Verdienst.
Was mich nur wundert ist, dass wir ca 10% unseres frisch verdienten Geldes für den Transport ausgegeben haben. Jetzt mögt ihr denken: “So ist das halt, bei 250 EUR Verdienst, darf ja auch mal 25 EUR Transport drin sein”. Wir haben aber auf Grund von Sonntags-, Feiertag- und Nacht-Zuschlags mal eben in den 2 Tagen soviel verdient, dass wir fast 6 Wochen unsere Miete bezahlen können.
Aber egal so ist das Leben hier unten.

Außerdem sind die anderen Roadies echt komische Menschen, ich habe heute einen Kollegen dabei beobachtet, wie er das Gelände nach Drogen abgesucht hat, er hat dann sogar mehrere weiße Pillen gefunden, die er aus dem Matsch gezogen hat und nach gründlicher Reinigung in seine Tasche steckte. WTF!

Und weil Ihr immer Fotos wollt hier noch ein Bild von mir nach einem verdammt harten Tag als Rodie

Als Roadies auf’m Soundwave 2011

Sonntag, März 6th, 2011

Juhu! Heavy Metal in Australien! In unseren fünf Monaten hier haben wir bisher nur eine Handvoll Metalheads gesehen. Da vermisst man schon evil old Germany, und da kam unser Job auf dem Soundwave gerade recht. Das Festival reist jedes Jahr durch die Hauptstädte von Australien und erfreut alle Freunde der härteren Musik. Dieses Jahr gab es acht Bühnen und eine Menge bekannte Bands, neben den Headlinern Iron Maiden unter anderem Queens of the Stone Age, Slayer, 30 Seconds To Mars, Bullet For My Valentine, Murderdolls, Millencolin, Pennywise, Rob Zombie, Dimmu Borgir usw.
Wir waren der “Iron Maiden Crew” zugeteilt und mussten um 11 Uhr morgens dort antanzen. Abends um 8 ging dann die Show von Maiden los, und in der Zwischenzeit wollte die Bühne vorbereitet werden. Unser Mitbewohner Justin, der uns den Job verschafft hat, war auch mit dabei, ebenso wie Dean, der vor uns in unserem Zimmer gewohnt hat. Unsere Aufgabe war es nun, auf Kommando der Bosse das Equipment aus den drei Iron Maiden-Trucks hinter die Bühne zu laden und beim Aufbau des Sets zu helfen.

Währenddessen spielten vorne auf der Bühne schon die kleineren Bands, die natürlich alle nicht so eine tolle Ausstattung hatten. Ich war überrascht, dass der Unterschied zwischen Headlinern und “normalen” Bands SO groß ist. Irgendwie war die Planung der Organisatoren allerdings nicht so ausgereift, denn die meiste Zeit standen wir nur rum und hatten nichts zu tun. Die Crew war so zahlreich, dass nicht wirklich effizient gearbeitet werden konnte und die meiste Zeit aus Warten auf Anweisungen bestand (zu viele Helfer, zu wenig Chefs und insgesamt zu wenig zu tun). Nur gut, dass wir uns im bereitgestellten Kühlschrank mit Wasser und Energydrinks versorgen konnten.

Für’s rumsitzen 20 Dollar die Stunde bekommen ist aber auch schön. Das sahen die Chefs nicht so, weshalb wir um 15 Uhr in die Pause geschickt wurden und um 22 Uhr zum Abbauen zurückkommen sollten.

Was für ein Glück, dass genau in dieser Zeit Dimmu Borgir, Rob Zombie und natürlich Maiden spielten! Mit unseren Crewbändchen konnten wir gemütlich im Backstagebereich rumspazieren und die Menschenmassen auf dem Weg zur Metalbühne am anderen Ende des Festivals vermeiden. Eine Band wie Dimmu, die in Europa dicker Headliner auf Festivals wie Wacken ist, wird in Australien auf “Stage 3″ gesteckt und hat deutlich weniger Zuschauer als Zuhause. Die Show und die Kostüme haben trotzdem ordentlich gerockt. Nach 40 Minuten war die Show allerdings auch schon vorbei.

Besonders gefreut habe ich mich allerdings über die Möglichkeit, endlich mal Rob Zombie live zu sehen. Und ich muss sagen: Neben Apocalypitca wohl die BESTE Liveshow, die ich bisher gesehen hab! Es gab einfach alles: Eine 30 cm lange Zombiehand an Robs Arm, ins Publikum geschossene aufblasbare Wasserbälle und Gummihaie (wir sind ja in Australien…), Videos auf Leinwand zu jedem Song, eine geniale Songauswahl, tobendes Publikum, coole Kostüme und ein sehr symapthischer und lustiger Mr. Zombie. Allein dafür hat sich der Roadiejob gelohnt! Auch hier war allerdings die Spielzeit auf 50 Minuten beschränkt.

Die restliche Zeit haben wir dann hinter der Hauptbühne verbracht, um auf unsere Schicht zu warten. Na, wer erkennt den Zylindermann, der dort an uns vorbeilief? ;)


Von 22 bis 1 Uhr haben wir dann die Hauptbühne abgebaut. Nachdem wir mit dem Maiden-Set fertig waren, haben wir noch den Audio- und Lichtcrews geholfen, alles einzupacken und die unzähligen Kisten Tetris-mäßig in den Trucks zu verstauen. Zwischendurch wurde ich auch unter die Bühen geschickt, um Kabel anzureichen; sieht schon lustig aus von da unten. Gegen 1 Uhr haben wir dann Justin eingesammelt, der den Abend mit Feiern auf dem Gelände verbracht hatte, und sind nach Hause gefahren, froh, dass der Tag geschafft war.

Meiner Meinung nach war die ganze Geschichte ein super Job: Die Bezahlung ist gut, der Job ist nicht zu hart (wobei nomalerweise wohl deutlich mehr zu tun ist, wie unsere Kollegen sagten), wir kamen umsonst auf ein $160-Rock-Festival und konnten dort Rob Zombie sehen. Juhu!
Für die Fanboys: David trägt Iron Maiden Drums!!! ;)

Jobben in Adelaide

Freitag, März 4th, 2011

Nach nun fast einem Monat in Adelaide haben wir es noch immer nicht geschafft, einen richtigen Job zu bekommen. Daher hat Nina viel Zeit investiert und hat das Internet nach kleinen Nebenjobs durchsucht. Und einige gefunden. Wir sind jetzt Gärtner, Zeitungsausträger, Dachdecker und Informatiker. Aber den besten Job hat uns Justin, unser WG-Leiter, besorgt. Am Samstag ist hier ein riesiges Metalfestival und wir werden dort arbeiten. Natürlich wäre es ja langweilig, dort den Müll einzusammeln oder sowas, daher hat er uns einen Job besorgt, bei dem wir die Bühne auf- und wieder abbauen. Da dies ja auch noch zu langweilig wäre, wurden wir für IRON MAIDEN eingetreilt!!! Muhahahahaa. Wir sind Roadies für Iron Maiden.

Fotoupdate

Samstag, Februar 12th, 2011

Wir dachten uns, ihr freut euch bestimmt über mehr Fotos. Also haben wir mal unsere Bilder durchgeschaut, damit wir euch weitere Eindrücke aus Australien präsentieren können.

Erstmal ein Anblick, den wir hoffentlich so bald nicht mehr ertragen müssen: Endlose Weinfelder in Mildura. Leider kommt die Hitze auf dem Bild nicht wirklich rüber…

Zum Glück haben wir immer morgens gegen 6, 7 Uhr angefangen. So war es noch halbwegs frisch, und der Mond hing tief über’m Horizont.

Unser Heim in Mildura war dieser Bungalow. Unsere Tür ist die Rechte, in den beiden Räumen daneben lebten etwa fünfzigtausend Inder, die einen unglaublichen Lärm veranstaltet haben. Ob Fleisch klopfen, Hochbetten zusammenbauen oder nachts um halb Zwölf die Wohnung umdekorieren – alles war dabei!

Zum Glück hatten wir mit den Vietnamesen auch nette Nachbarn, bei denen wir zum Bier trinken und Abendessen eingeladen wurden. Die Nudelsuppe war super!

Als wir uns bereits entschlossen hatten, Mildura zu verlassen, zog zum Abschied noch ein dickes Gewitter herauf. Sieht doch vielversprechend aus, oder?

Leider ging während des Unwetters der Storm aus, also musste David sich auf die Suche nach der Sicherung machen.

Andere Leute hat es aber schwerer getroffen: Etwa 200 Häuser standen unter Wasser und die Traubenfarmer waren bestimmt auch nicht begeistert, dass ihre Trauben ziemlich stark bewässert wurden.

Wenigstens hatte David Spaß daran, durch die überfluteten Straßen zu pflügen, wie der Blick aus meinem Fenster beweist.

Ein paar Tage später in Südaustralien sieht der Murray wieder ganz friedlich aus.

Die Wolken sehen aus wie gephotoshopte Quallen…

Bei gutem Wetter gibt’s auch schöne Sonnenuntergänge am Campingplatz.

Auf dem Weg nach Adelaide: Ein Salzsee neben der Autobahn.

Unser Zwischenstopp in Hahndorf, der “ältesten deutschen Siedlung in Australien”, bescherte uns: Eine riesige Fleischplatte “Taste of Germany” mit diversen Würsten, verschiedenen Senfsorten, Sauerkraut, Kassler, Haxen und Kartoffeln, leckeres Hefeweizen und natürlich Ritter Sport! Schade, dass die Temperaturen ebenso hoch waren wie der Preis. Wir konnten gar nicht so schnell essen, wie die Schoki geschmolzen ist.

Don’t feed the Harraß! ;)

Frohes Neues!

Freitag, Februar 4th, 2011

Frohes neues euch allen. Heute haben wir mir unseren Vietnamesischen Freunden neues Jahr gefeiert. Wir sind nun im Jahr der Katze (oder des Hasens, aber das weiß keiner), was wohl ein recht ruhiges entspanntes Jahr ist. Wir wurden zum Grillen eingeladen. Wir haben dann noch ein paar Bier dazugegeben und hatten einen echt netten Abend. Voller Freude kann ich sagen: Man bin ich beturnken. Das war ein echt toller Jahreswechsel…

Mildura Party Hire

Montag, Januar 31st, 2011

Da man bei 42°C nicht viel machen kann als im Zimmer hocken und glotzen, sehen wir zurzeit recht viel TV. Was einem hier in Australien auffällt ist, dass aus jedem kleinen 1,5 Stunden Film ein Herr der Ringe 4 Stunden Epos wird. Die hier wissen noch wie man einen Film mit viel Werbung füllen kann. Das schlimme daran ist, dass immer wieder die gleichen 3 Werbespots gezeigt werden. Nina hat deswegen eben mal einen Camrip unseres Lieblingspots gemacht:

Die Arbeitstage

Freitag, Januar 28th, 2011

Hier passiert im Moment nicht viel neues.
Ich (David) bin auch wieder am picken, da der Oberboss vom neuen Feld leider genug Boxeneinsammler hat.
Jeden Tag stehen wir um 5:15 Uhr auf um mit unseren Asiatenfreunden auf ein Feld zu fahren. Dann starten wir zwischen 6 und 7 mit dem Picken. So gegen 12 Uhr machen wir dann Lunchpause und setzen uns zwischen die Reben und essen eine Kleinigkeit. Dann geht es bis 17 Uhr weiter. Dann fahren wir auf dem Camingplatz wo wir eine Einzimmerwohnung ohne Bad haben, aber dafür eine gute Klimaanlage und einen TV. Für die Badgeschichten müssen wir also immer raus und die Campingeinrichtungen nutzen. Dafür ist die Unterkunft super billig. Nach einer Dusche und einem Abendessen legen wir uns dann ins Bett vor die Glotze und pennen oft sehr sehr früh ein. Und dann geht es halt wieder von vorne los.
Zur Zeit ist die Arbeit sehr hart, da die Früchte total schlecht sind und es um die 40°C heiß wird. Nunja so läuft der Hase.